Katechesen Don Vincenzo Carone
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Wer wir sind

30/5/2017

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Die geistliche Familie der Servi della Sofferenza (Diener des Leidens) wurde vom Diözesanpriester Don Pierino Galeone gegründet.  
Er wollte dem Vorbild und der Inspiration von Pater Pio von Pietrelcina folgen und den Dienst am Leiden für sich und seine geistigen Kinder als Zeugnis der Liebe gegenüber den Brüdern und Schwestern leben. Indem er dem Vorbild und der Inspiration des heiligen Pio von Pietrelcina folgte, wollte er für sich und seine Kinder den Dienst am Leiden annehmen, als Zeugnis der Liebe zu den Mitmenschen.
Am 16. Juli 1957 machte die Familie den ersten Schritt mit der Weihe der damals 17-jährigen Giorgina Tocci, die heute die Mitgründerin und "Madre" des Institutes ist. Die Mitglieder – Frauen und Männer, Kleriker und Laien – leben untereinander in einer tiefen geistlichen Verbundenheit, die durch ein besonderes Charisma gekennzeichnet ist. Nachdem Msgr. Benigno Papa, damals Erzbischof von Taranto, das Nihil Obstat des Heiligen Stuhls bekommen und die Echtheit des Charismas und der pastorale Nutzen der Familie der Servi della Sofferenza anerkannt hatte, errichtete er am 25. Dezember 1993 die geistliche Familie zum Säkularinstitut diözesanen Rechtes.

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Das Charisma

30/5/2017

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"Für den Leib Christi, die Kirche, ergänze ich in meinem Leib, was an den Leiden Christi noch fehlt" (Kol 1,24).
Mit diesen Worten des heiligen Paulus eröffnet Johannes Paul II. das Apostolische Schreiben Salvifici Doloris, das im dritten Artikel unserer Konstitutionen zitiert wird. Unter Leiden dürfen wir nicht nur physische Leiden, Krankheit und Leiden des Leibes verstehen. Das Gebiet des menschlichen Leidens ist viel tiefgreifender.
Aber warum das Leiden? Auf die Frage nach dem Leiden und dem Sinn des Leidens hat Christus die Antwort gegeben. Indem er die Erlösung durch das Leiden vollzieht, hat Christus gleichzeitig das menschliche Leiden auf die Ebene der Erlösung gehoben. Darum kann auch jeder Mensch durch sein Leiden am erlösenden Leiden Christi teilhaben" (Salvifici Doloris, Nr. 19).
Diese Worte von Johannes Paul II. scheinen uns direkt auf den 2. Artikel unserer Konstitutionen zu verweisen: Die Servi della Sofferenza machen sich die Haltung zu eigen, mit denen Christus das Leiden umarmt hat, um den Brüdern Seinen Trost zu schenken. (Konstitutionen, Art. 2)
Die Originalität unseres Charismas besteht darin, den inneren Wert, der im Leiden verborgen ist zu entdecken und allen das "höhere Evangelium" des Leidens zu verkünden.
Das Leiden ist ein Wert. Dies hat uns Jesus gelehrt und bezeugt: um uns das Leben wiederzugeben, hat er gelitten und ist am Kreuz gestorben. Auch wir sind berufen, das Leiden zu heiligen und unser Leben im Dienst an den Leiden unserer Brüder hinzugeben. Dies ist die Berufung der Servi della Sofferenza. In dieser Art und Weise möchten sie die Sendung von Pater Pio fortsetzen, wie es Johannes Paul II. in der besonderen Audienz für die Servi della Sofferenza am 2. Dezember 2004 gesagt hat: Folgt den Spuren Pater Pios, dessen Lehren stets von grosser Aktualität sind; lasst euch fortwährend von ihnen inspirieren. Seid wie er Apostel des Gebets und des Leidens! Das Gebet erleuchte euer Herz und stärke eure Bereitschaft, das Leiden anzunehmen. Wenn das Leid im Geiste einer fügsamen Hingabe an Gott angenommen wird, öffnet es das Herz für das Verständnis der Schmerzen anderer. Johannes Paul II. an die Servi della Sofferenza, 2. 12. 2004
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Spiritualität

29/5/2017

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​​​Die Servi della Sofferenza gründen ihr geistliches Leben in einem einfachen und schlichten Stil auf das Wort Gottes, das zur Erkenntnis der Wahrheit wird und sich vollständig im Kreuze Christi offenbart.
Sie lieben die Kirche bedingungslos, die fürsorgliche Mutter und Garantie der Fruchtbarkeit für ihren Dienst und ihr Apostolat ist. Sie sind überzeugt, dass es göttliche Berufung ist, das Leben für die Kirche hinzugeben. Sie haben eine innige Beziehung zur Hl. Messe, die den Dienst des Leidens in unserer Zeit weiterführt. Ihnen ist ein tiefe Verehrung der Mutter Jesu eigen, welche die Magd des Herrn im Vollsinn des Wortes ist. Maria ist die vollkommene Dienerin des Leidens und das Vorbild, das es nachzuahmen und zu verehren gilt, besonders durch das Gebet des Rosenkranzes, den sie so sehr liebt. Unter den anderen Frömmigkeitsformen, die für eine starke und feste Spiritualität unerlässlich sind, halten die Servi della Sofferenza die tägliche Betrachtung, damit sie im Leben beständig sind und ein wirksames Zeugnis in der Welt geben können. Das wöchentliche Fasten und der Kreuzweg haben das Ziel, das Leiden und Sterben des Herrn intensiver zu leben. Die häufige Beichte und die geistliche Führung dienen dazu, die eigene Berufung zu bewahren und zu bereichern, das Stundengebet, um zusammen mit der ganzen Kirche zu beten, der monatliche Einkehrtag, um das eigene Charisma mit Inbrunst zu leben und die Exerzitien, um das eigene Leben genau zu überprüfen. In dieser Weise möchten die Servi della Sofferenza Stufe um Stufe Christus ähnlich werden, um sein Geheimnis und seine Sendung zu leben.
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Gründer

29/5/2017

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Don Pierino Galeone ist der Gründer des Säkularinstitutes Servi della Sofferenza. Er wurde am 21. Januar 1927 in San Giorgio Jonico (Provinz Taranto, Italien) geboren. Seine Eltern Ciro und Grazia, geborene Perucci, waren gut katholisch und eifrig im religiösen Leben. Sie liessen ihren Sohn am 24. April desselben Jahres in der Pfarrei Santa Maria del Popolo (Unsere Liebe Frau des Volkes) taufen. Mit fünf Jahren empfing er die erste heilige Kommunion und am 11. Juni 1933 die Firmung. Das gute Klima in der Familie und die gewissenhafte, christliche Erziehung, die durch gute Werke und Gebet genährt wurde, begünstigten das Bewusstwerden seiner Berufung zum Priestertum. Mit zehn Jahren trat er ins erzbischöfliche Kleine Seminar in Taranto ein und mit fünfzehn wechselte er zum regionalen Seminar von Molfetta. In dieser Zeit gefährdete eine schwere Krankheit ernsthaft seinen Aufenthalt im Seminar und veränderte ganz unerwartet sein Leben. In dieser schwierigen Situation entschloss er sich im Juli 1947 nach San Giovanni Rotondo zu gehen, um durch den stigmatisierten Pater Heilung zu erlangen. Die Begegnung mit Pater Pio von Pietrelcina erwies sich als entscheidend. Der junge Pierino wurde ganz unerwartet wieder gesund und der Heilige stärkte ihn durch die Verheissung, dass er Priester werden würde.
Am 2. Juli 1950 wurde er in der Pfarrei Maria Santissima Immacolata (Unbefleckte Empfängnis) in San Giorgio Jonico zum Priester geweiht. Im Jahre 1952 begann er in der Pfarrei Santa Maria del Popolo in San Giorgio Jonico, vorerst als Vikar, später als Kaplan und schliesslich, ab dem 9. Oktober 1955, als Pfarrer zu wirken. Sein seelsorgerliches Wirken galt stets der besonderen Sorge um die ihm anvertrauten Seelen: vor allem den Jugendlichen durch die geistliche Führung, den Berufungen zum Priestertum, der Unterstützung der Laienorganisationen und der Liebe gegenüber den Kranken und den Armen. In diesem seelsorgerlichen Wirkungsfeld liegen die Ursprünge des Institutes Servi della Sofferenza. Verschiedene Faktoren trugen zur Reifung des Planes bei, eine neue geistliche Familie zu gründen: der Dienst der Verkündigung und der geistlichen Führung der Jugendlichen, die bereit waren, sich dem Ruf des Herrn zu öffnen, die tiefe Hingezogenheit zur Spiritualität von Pater Pio, die Ermutigung durch die eigenen Bischöfe und die zahlreichen Berufungen junger Menschen, die ein Zeichen der Güte des Herrn waren. Mit all diesen Elementen verband sich auf besondere Weise seine persönliche Inspiration, dieses Werk zu vollenden.
Die Spiritualität von Don Pierino ist jener seines Meisters, Pater Pio von Pietrelcina, ähnlich. Das Gebet prägt und gliedert jeden Tag seines Lebens. Gross ist seine Verehrung der Muttergottes, demütig und unermüdlich bereichert er alle mit der Gabe seines wirksamen Wortes, um Christus ganz zu schenken. Angetrieben von seiner apostolischen Glut, reist er auch in weit entfernte Nationen, um den Reichtum und die Wirksamkeit des Charismas der Servi della Sofferenza zu verkünden.
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Mitgründerin

28/5/2017

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Giorgina Tocci wurde am 30. März 1940 in San Giorgio Jonico (Provinz Taranto, Italien) geboren. Ihr Vater hiess Cosimo und ihre Mutter Immacolata, geborene Basso. 1954 lernte sie den Gründer Don Pierino kennen. Sie war die erste geistliche Tochter, die den Wunsch äusserte, sich dem Herrn zu weihen, aber weiterhin in der Welt zu leben. Am 16. Juni 1957, am Fest der Heiligsten Dreifaltigkeit, legte sie mit der Zustimmung des Padre Don Pierino die Gelübde ab. Unter dem väterlichen und gütigen Blick von Pater Pio erneuerte sie in San Giovanni Rotondo im folgenden Monat am 16. Juli die Weihe an Gott gemäss der Weiheformel der Servi della Sofferenza.
Die Madre, wie Giorgina Tocci heute genannt wird, hat von Anfang an mit dem Gründer zusammen gearbeitet, um das Charisma der Servi della Sofferenza zu verbreiten. Sie übte ihr Apostolat in der Pfarrei Santa Maria del Popolo als Katechetin, als ausserordentliche Spenderin der Kommunion und als Verantwortliche für verschiedene Vereinigungen aus. Ihre Haupttätigkeit steht im Dienste der geistlichen Familie, indem sie die geistlichen Kinder unterstützt, sie ermutigt und ihre Tätigkeiten koordiniert; sie fördert die Berufungen und kümmert sich um deren Bildung.
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Ansprache von Papst Johannes Paul II. an die Mitglieder des Säkularinstitutes Servi della Sofferenza am 2. Dezember 2004

28/5/2017

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Erzbischof Msgr. Benigno Papa, Msgr. Pierino Galeone und die Gemeinschaft Servi della Sofferenza an der Privataudienz bei Papst Johannes Paul II.
Liebe Brüder und Schwestern!
1. Es freut mich sehr, euch alle, die ihr anlässlich des 10. Jahrestages der Gründung eures Instituts den Nachfolger Petri besuchen wolltet, herzlich zu begrüssen. Seid willkommen!
Ich begrüsse Msgr. Benigno Luigi Papa, Erzbischof von Taranto, der euch begleitet, und ich danke ihm für die freundlichen Worte, die er in eurem Namen an mich gerichtet hat. Zudem möchte ich eurem Gründer, Msgr. Pietro Galeone, und der gesamten Familie der Servi della Sofferenza [Diener des Leidens] meine tiefe Wertschätzung aussprechen für das Werk, das ihr in Italien und in anderen Ländern vollbringt. Ihr folgt dabei Christus nach, der durch sein Leiden die Welt erlöst hat.
2. Euer Säkularinstitut entstand auf den ausdrücklichen Wunsch des hl. Pio von Pietrelcina hin und setzt sich zum Ziel, den Leidenden zu dienen. Im Laufe von zehn Jahren ist es bemerkenswert gewachsen und ist für viele körperlich und seelisch hart geprüfte Menschen ein Hoffnungsträger geworden. Ihr seid berufen, das Evangelium vom Leiden, das durch den Glauben erleuchtet wird, zu verkünden. In meinem Apostolischen Schreiben Salvifici doloris merkte ich an, dass für Christen das Evangelium vom Leiden "nicht nur die Gegenwart des Leidens im Evangelium als eines der Themen der Frohen Botschaft [besagt], sondern ausserdem die Offenbarung der heilbringenden Kraft und Bedeutung des Leidens im messianischen Sendungsauftrag Christi und auch in der Sendung und Berufung der Kirche" (Nr. 25).
3. Liebe Freunde, betrachten wir den Schleier des körperlichen und seelischen Leidens, der die Menschheit umhüllt, so erkennen wir, wie notwendig euer Zeugnis ist! Als "Diener des Leidens" seid ihr stille "Zyrenäer", die denen helfen, die geprüft werden, und ihr lasst sie spüren, dass Gott keine Träne vergisst, sondern sie vielmehr alle sammelt und in seinem Buch aufzeichnet (vgl. Ps 56,9).
Folgt den Spuren Pater Pios, dessen Lehren stets von grosser Aktualität sind; lasst euch fortwährend von ihnen inspirieren. Seid wie er Apostel des Gebets und des Leidens! Das Gebet erleuchte euer Herz und stärke eure Bereitschaft, das Leiden anzunehmen. Wenn das Leid im Geiste einer fügsamen Hingabe an Gott angenommen wird, öffnet es das Herz für das Verständnis der Schmerzen anderer. Die allerseligste Jungfrau begleite euch und lasse euch wachsen in der Treue zu eurer Sendung in der Kirche. Mit diesem Wunsch segne ich euch alle!
Papst Johannes Paul II., Donnerstag, 2. Dezember 2004
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Centro di Spiritualità Padre Pio

27/5/2017

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Das Centro di Spiritualità Padre Pio ist von Pater Pio gewollt. Er richtete diesen Wunsch an Don Pierino Galeone, als er ihm von der Veranda des Klosters aus das Grundstück zeigte, auf dem das Zentrum errichtet werden sollte. Das erst vor kurzem erbaute Hotel befindet sich in San Giovanni Rotondo und ist nur wenige Meter von der Wallfahrtskirche, vom Kloster Pater Pios, vom Spital Haus zur Linderung der Leiden (Casa Sollievo della Sofferenza) und von der neuen Kirche entfernt. Es ist dazu gedacht, Pilger, die sich ans Grab des Heiligen aus Pietrelcina begeben, aufzunehmen, um ihnen in materieller und geistlicher Hinsicht eine echte Glaubenserfahrung zu ermöglichen. Es verfügt über 100 Zimmer mit über 220 Betten. Alle Zimmer, schlicht und zugleich elegant eingerichtet, sind mit Dusche/Bad, Fernseher, Klimaanlage und Telefon ausgestattet. Des weiteren stehen den Gästen zwei Kapellen, zwei Speisesäle, eine Bar, sowie ein Fernseh- und Leseraum zur Verfügung. Gedeckte Parkplätze für PW, Parkplätze für Autobusse und ein Fahrdienst vervollständigen das Angebot. Das ganze Gebäude ist bestens zugänglich für Gehbehinderte. Nebst den zahlreichen Grünflächen steht den Gästen ein gediegener Innenhof und eine grosse Dachterrasse mit herrlichem Ausblick auf San Giovanni Rotondo zur Verfügung. Das Hotel ist gleichzeitig ein mit modernster Technik bestücktes Kongresszentrum. Der grosszügige Kongresssaal hat 350 Sitzplätze und ist mit einer Anlage für Videokonferenzen und Videoprojektion ausgerüstet. Eine professionelle Audio-Anlage, sowie Kabinen und Infrarotkopfhörer für Simultanübersetzungen stehen ebenfalls zur Verfügung. Daneben gibt es noch einen kleineren Saal mit 100 Sitzplätzen und 5 weitere Säle für kleinere Gruppen.
www.centrospiritualepadrepio.it
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Auditorium "Johannes Paul II."
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Biografie des heiligen Pio von Pietrelcina

2/5/2017

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"Ich aber will mich allein des Kreuzes Jesu Christi, unseres Herrn, rühmen (Gal 6, 14)".
Pater Pio von Pietrelcina hat wie der Apostel Paulus das Kreuz des Herrn als Kraft, Weisheit und Ruhm in den Mittelpunkt seines eigenen Lebens und Apostolates gestellt. Er hat Jesus Christus glühend geliebt und sich ihm in voller Selbsthingabe für das Heil der Welt gleichförmig gemacht. In der Nachfolge und Nachahmung Christi, des Gekreuzigten, war er so hochherzig und vollkommen, dass man hätte sagen können: "Ich bin mit Christus gekreuzigt worden, nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir" (Gal 2, 19).  Die vielen Gnaden, die Gott ihm in so einzigartiger und reichhaltiger Weise geschenkt hatte, teilte er durch seinen Dienst aus, indem er die immer zahlreicher herbeiströmenden Männer und Frauen aufrichtete und eine unübersehbare Schar von geistlichen Söhnen und Töchtern hervorbrachte.  Der verehrungswürdige Jünger des heiligen Franz von Assisi wurde am 25. Mai 1887 in Pietrelcina, Erzdiözese Benevent, als Sohn von Grazio Forgione und Maria Giuseppa De Nunzio geboren und am nachfolgenden Tag auf den Namen Francesco getauft. Im Alter von zwölf Jahren empfing er die erste heilige Kommunion und die Firmung.  Mit 16 Jahren trat er am 6. Januar 1903 als Novize in den Orden der Kapuzinerminoriten in Morcone ein, wo er am darauffolgenden 22. Januar eingekleidet wurde und den Ordensnamen Bruder Pio erhielt. Nach dem Noviziatsjahr legte er die einfachen Gelübde ab und am 27. Januar 1907 die ewigen Gelübde.  Nach der Priesterweihe am 10. August 1910 in Benevent blieb er zunächst aus gesundheitlichen Gründen bei seiner Familie. Im September 1916 wurde er in das Kloster San Giovanni Rotondo eingewiesen, wo er bis zu seinem Tod verblieb.  Pater Pio lebte in vollendeter Gottes- und Nächstenliebe seine Berufung, um zur Rettung des Menschen beizutragen. Diese sein ganzes Leben kennzeichnende besondere Sendung verwirklichte er durch die geistliche Begleitung der Gläubigen, durch die sakramentale Versöhnung der Reumütigen und durch die Feier der Eucharistie. Der Höhepunkt seiner apostolischen Tätigkeit war dann erreicht, wenn er die heilige Messe zelebrierte. Die Gläubigen, die daran teilnahmen, spürten die Tiefe und Fülle seiner Spiritualität. Im Bereich der christlichen Nächstenliebe bemühte er sich, die Leiden und Nöte zahlloser Familien zu lindern, hauptsächlich durch die Stiftung "Casa Sollievo della Sofferenza", die am 5. Mai 1956 eingeweiht wurde. Leben bedeutete für Pater Pio zugleich glauben. All sein Wollen und all sein Tun standen im Licht des Glaubens. Er betete unablässig. Den ganzen Tag und einen Grossteil der Nacht verbrachte er im Gespräch mit Gott. Er pflegte zu sagen: In den Büchern suchen wir Gott, im Gebet finden wir ihn. Das Gebet ist der Schlüssel zum Herzen Gottes. Der Glaube bewog ihn, dem geheimnisvollen Willen Gottes immer zuzustimmen. Eingetaucht in die übernatürlichen Wirklichkeiten, war er nicht nur ein Mensch voller Hoffnung, der seine ganze Zuversicht auf Gott setzte, sondern er vermittelte diese Tugenden allen, die ihn aufsuchten. Er tat dies durch sein Wort und Beispiel. Die Liebe zu Gott, die ihn erfüllte, übertraf alle seine Erwartungen. Leitprinzip seines Tagesablaufs war die Liebe: Gott lieben und dazu beitragen, dass er geliebt wird. Seine besondere Sorge war es, in der Liebe zu wachsen und auch den anderen dazu zu verhelfen. Er liebte den Nächsten bis zur Vollendung, indem er mehr als fünfzig Jahre lang unzähligen Menschen, die um seinen Dienst baten und seinen Beichtstuhl aufsuchten, durch Rat und Trost beistand. Es war fast eine Belagerung. Sie suchten ihn in der Kirche, in der Sakristei und im Kloster auf. Und er schenkte sich allen, indem er Glauben weckte, Gnaden austeilte und Erleuchtung brachte. Er sah vor allem in den Armen, Leidenden und Kranken das Bild Christi und schenkte ihnen besondere Aufmerksamkeit und Zuwendung. In vorbildlicher Weise übte er die Tugend der Klugheit; er handelte und erteilte seinen Rat im Licht Gottes. Sein Ziel war der Lobpreis Gottes und das Heil der Menschen. Er behandelte alle gerecht, aufrichtig und voller Achtung. In ihm erstrahlte die Tugend der Tapferkeit. Er begriff sehr bald, dass sein Weg ein Kreuzweg werden sollte, den er sogleich mutig und voll Liebe annahm. Viele Jahre hindurch hatte er seelisch schwer zu leiden. Jahrelang ertrug er die Schmerzen seiner Wunden mit bewundernswerter Gelassenheit. Als er Schwierigkeiten und Auflagen in seinem priesterlichen Dienst durchstehen musste, nahm er das in Demut und Gelassenheit hin. Angesichts ungerechtfertiger Anklagen und Verleumdungen schwieg er. Er vertraute auf das Urteil Gottes, hielt sich an die Weisungen seiner unmittelbaren Vorgesetzten und blieb seinem eigenen Gewissen treu. Er war gewohnt, sich abzutöten, um die Tugend der Enthaltsamkeit zu üben, wie es dem franziskanischen Lebensstil entspricht. Er suchte die Mitte in seinem Denken und war massvoll im Leben. Im Bewusstsein der mit dem geweihten Leben übernommenen Verpflichtungen beobachtete er hochherzig die Ordensgelübde. Er befolgte in allem gehorsam die Anweisungen seiner Oberen, auch wenn sie eine schwere Last bedeuteten. Sein Gehorsam war übernatürlich ausgerichtet, allumfassend angelegt und ganzheitlich gelebt. Er übte die Armut durch das totale Loslassen seiner Selbst, der irdischen Güter, der Bequemlichkeiten und Ehrungen. Er hatte immer eine ganz besondere Vorliebe für die Tugend der Keuschheit. Sein Betragen war überall und allen gegenüber bescheiden. Er hielt sich für unnütz und der Gaben Gottes unwürdig; er glaubte von sich, voll von Gebrechlichkeiten, aber gleichzeitig mit göttlichen Gnadenerweisen überschüttet zu sein. Bei aller Bewunderung seitens der Welt wiederholte er: Seit seiner Jugend von zarter Gesundheit, wurde er mit zunehmendem Alter immer gebrechlicher. Bruder Tod holte ihn, wohl vorbereitet und voll Gelassenheit, im Alter von 81 Jahren am 23. September 1968. Seine Beisetzung fand unter aussergewöhnlich grosser Beteiligung des Volkes statt.  Am 20. Februar 1971, knapp drei Jahre nach dem Tode Padre Pios, äusserte Paul VI. gegenüber den Oberen des Kapuzinerordens: Seht, welchen Ruhm er erlangt hat, welch weltweite Gefolgschaft er um sich gesammelt hat! Und warum? Weil er vielleicht ein Philosoph war? Weil er ein weiser Mann war? Weil er bemittelt war? Weil er demütig die Messe feierte, vom Morgen bis zum Abend Beichte hörte, und weil er, schwer zu sagen, ein mit den Wundmalen unseres Herrn gezeichneter Stellvertreter war, ein Mann des Gebets und des Leidens". Papst Paul VI. Schon während seines Lebens stand er im Ruf der Heiligkeit, die seinen Tugenden, seinem Gebetseifer, dem Opfergeist und der Ganzhingabe für das Heil der Menschen zuzuschreiben war. In den Jahren nach seinem Tod wurde der Ruf der Heiligkeit und Wundertätigkeit zu einem Ausdruck des kirchlichen Lebens und verbreitete sich unter allen Volksschichten in der ganzen Welt. So gab Gott der Kirche seine Absicht kund, seinen treuen Diener auf Erden zu verherrlichen. Nach nicht allzu langer Zeit unternahm der Kapuzinerorden die nach dem kanonischen Gesetz vorgeschriebenen Schritte, um den Selig- und Heiligsprechungsprozess einzuleiten. Nach eingehender Prüfung erteilte der Heilige Stuhl gemäss dem Motu Proprio "Sanctitas Clarior" am 29. November 1982 das "Nihil obstat". Der Erzbischof von Manfredonia konnte so das Kanonisierungsverfahren einleiten und den Ermittlungsprozess durchführen (1983-1990), dessen rechtliche Gültigkeit von der Kongregation für die Heiligsprechungsprozesse am 7. Dezember 1990 bestätigt wurde. Nach Abschluss der Positio wurde wie üblich überprüft, ob der Diener Gottes den heroischen Tugendgrad erreicht hatte. Am 13. Juni 1997 fand die zuständige Versammlung der theologischen Berater statt und endete mit positivem Ergebnis. In der ordentlichen Sitzung vom darauffolgenden 21. Oktober bestätigten die Kardinäle und Bischöfe im Beisein des Referenten Bischof Andrea Maria Erba (Velletri-Segni), dass Pater Pio von Pietrelcina die göttlichen Tugenden, die Kardinaltugenden sowie die damit verbundenen Tugenden in heroischem Grad geübt hat. In Gegenwart von Papst Johannes Paul II. wurde am 18. Dezember 1997 das Dekret über den heroischen Tugendgrad promulgiert. Für die Seligsprechung von Pater Pio legte die Postulation dem zuständigen Dikasterium die Heilung von Frau Consiglia De Martino aus Salerno vor. Dieser Fall wurde in einem ordentlichen kanonischen Prozess beim kirchlichen Gericht der Erzdiözese Salerno-Campagna-Acerno in der Zeit von Juli 1996 bis Juni 1997 geprüft. Bei der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse tagten am 30. April 1998 der medizinische Konsult und am 22. Juni desselben Jahres die zuständige Versammlung der theologischen Berater. Am 20. Oktober 1998 fand im Vatikan eine ordentliche Versammlung der Kongregation mit ihren Mitgliedern, Kardinälen und Bischöfen statt. Am 21. Dezember 1998 wurde im Beisein von Papst Johannes Paul II. das Dekret über das Wunder promulgiert. Am 2. Mai 1999 hat Papst Johannes Paul II den ehrwürdigen Diener Gottes Pio von Pietrelcina im Rahmen einer Eucharistiefeier selig gesprochen und den 23. September als Tag für die entsprechende liturgische Feier bestimmt. Betreffs der Heiligsprechung des seligen Pio von Pietrelcina hat die antragstellende Postulation dem zuständigen vatikanischen Dikasterium den Fall der Genesung des kleinen Matteo Pio Colcha aus San Giovanni Rotondo vorgelegt. Vom 11. Juni bis 17. Oktober 2000 wurde dieser Fall in einem ordentlichen Prozess beim Gerichtshof der Erzdiözese Manfredonia-Vieste verhandelt. Mit Datum vom 23. Oktober 2001 wurde der Kongregation für die Heiligsprechung das Resultat der medizinischen Untersuchung überreicht. Am 11. Dezember fand die entsprechende Sondersitzung der theologischen Kommission statt, und am 18. des gleichen Monats die ordentliche Versammlung der Kardinäle und Bischöfe. Am 20. Dezember 2001 wurde in Gegenwart Johannes Paul II. das Dekret über das Wunder promulgiert, und am 26. Februar 2002 das Dekret zur Heiligsprechung. (Quelle: www.vatican.va)

Die Briefe Pater Pio's:
Viele Anliegen wurden Padre Pio schriftlich anvertraut. Padre Pio hatte zwei Beichtväter, die nicht in San Giovanni Rotondo weilten. Mit ihnen stand er in brieflichem Kontakt. Von ihnen erbat er in diesen Briefen geistliche Führung und Sicherheit in der Nachfolge des gekreuzigten Christus. 

Diese Briefe sind ein hervorragendes Zeugnis, in welchen Padre Pio sein inneres Leben, seine mystischen Erfahrungen, seine Nöte und seine Liebe zu Jesus beschreibt.

Allen geistlichen Söhnen und Töchtern, die sich an ihn wandten, gab er die nötige Hilfe, um auf dem Weg der Nachfolge Christi zu gehen. Die Briefe an seine geistlichen Kinder zeigen seine väterliche Zuneigung und seine Bemühung, den ihm anvertrauten Seelen zur Seite zu stehen.

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Associati

1/5/2017

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Im Januar 2004 haben einige Gläubige den Wunsch geäussert, als feste Gruppe das Charisma der Servi della Sofferenza zu leben. Diese Gläubigen haben schon seit einiger Zeit einen geistlichen Weg unter der Führung von Don Pierino Galeone gemacht. So sind die Associati Servi della Sofferenza entstanden, die in Italien, in der Schweiz und der Tschechischen Republik präsent sind. Associati kommt vom italienischen Verb associarsi: sich anschliessen, teilnehmen, teilhaben.
Die Associati verwirklichen ihre persönliche Weihe in der Familie, an ihrem Wohnort und am Arbeitsplatz. Durch das Gebet und das Leiden, die Freude und die Nächstenliebe bemühen sie sich, die Welt mit dem Geist des Evangeliums zu durchdringen.
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    Mai 2017

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