Katechesen Don Vincenzo Carone
  • Blog
  • Feed
  • Go to Padre Pio App
  • Kontakt
  • Datenschutz

Katechesen

weitere Predigten unter: ​http://onelink.to/padrepio

Neuste Beiträge hier klicken

Glaubst du, dass Jesus der Gott der Freude ist?

31/8/2017

0 Kommentare

 
Gott ist der Gott der Freude; er schenkt uns immer das Gute, denn Er ist Vater, Er ist der Herr, Er ist der Schöpfer. Es ist so schön, immer in Gott zu sein, seinen Willen zu befolgen, sein Wort, seine Wahrheit. Es ist so schön bei ihm zu sein, wenn wir den Mitmenschen etwas Gutes geben. Die Freude, die wir dem Nächsten schenken ist nicht nur für den Nächsten bestimmt, sie ist auch für uns bestimmt. 

Er ist der Gott der Freude und so ist alles, was von Ihm kommt, Freude: sein Wille, seine Gebote, die Wahrheit, die wir glauben sollen – dies alles ist Freude und wir müssen diese Freude dem Nächsten mitteilen und somit weiterschenken. Dies sind die Geheimnisse Gottes in Bezug auf unsere Rettung. Wenn wir diese Freude in uns haben, werden wir in unserer Verkündigung glaubwürdiger sein. Die Menschen werden leichter glauben, dass das Befolgen der Gebote Gottes, der Gebote der Kirche, der Weisungen der Oberen wirklich die Quelle der Freude ist. Wir müssen diese Freude durch unser Gebet und durch das Annehmen des Nächsten zeigen.
Pater Pio schrieb einmal in einem Brief, dass er so viel Freude von Jesus bekommen hat, dass er sie nicht mehr ertragen konnte und er sagte zu Jesus: «Es ist genug, nicht mehr, denn ich sterbe vor Freude, die du mir gibst»! Glaubst du, dass Jesus der Gott der Freude ist?

Don Pierino Galeone

0 Kommentare

Die Freude ist das Verkosten des Guten

30/8/2017

0 Kommentare

 
Die Freude ist das Verkosten des Guten. Man hat nur dann die wahre Freude, wenn man das Gute, das von Gott kommt, hat. Bonum et verum convertuntur - das Wahre und das Gute sind gleich. Gott ist der Ursprung von allem Guten - Er ist der Gott der Freude. Wir müssen mit Gott zusammenarbeiten, indem wir dem Nächsten die Freude schenken. Der Apostel Johannes sagt, dass die Freude dann vollkommen ist, wenn man sie dem Nächsten mitteilt. Dies bedeutet, Mitarbeiter der Freude sein. Ein Christ, der mit Gott vereint sein will und für Gott und in Gott leben will, ist immer in der Freude; wenn er Glück erfährt, aber auch dann, wenn er Leiden zu ertragen hat. Immer muss im Herzen, in der Tiefe des Geistes, die Freude sein.
 
Pater Pio sagte, dass das Leiden niemals in deinen Geist eindringen darf, es muss immer auf eine gewisse Distanz gehalten werden, denn wenn das Leiden zu tief eindringt, bringt es den Verstand, den Willen und die Sinne durcheinander. Du sollst das Leiden annehmen, aber es immer auf einer gewissen Distanz halten. Du sollst deine Leiden sofort mit den Leiden Christi vereinen. Wenn du dich so mit Christus vereinigst, wird er dir im Gegenzug die Güter schenken, die frei von jeglichem Leiden sind, er wird dir Trost schenken und dich in deinem Herzen eine tiefe Freude spüren lassen.
 
Don Pierino Galeone


0 Kommentare

Die Arroganz

28/8/2017

0 Kommentare

 
Die Arroganz ist die Zusammenfassung der weltlichen Begierden – der arrogante Mensch hängt sein Herz an die materiellen Sachen, an die Begierden des Leibes und an den Hochmut. Die Arroganz zeigt sich in der Eitelkeit, indem man die vergänglichen Güter dieser Welt sucht und nicht die Güter, die ewig bleiben: man sucht die weltliche Ehre und nicht die Ehre vor Gott. Als Mutter Teresa den Friedens - Nobelpreis erhielt, wusste sie, dass dieser Preis nicht für sie bestimmt ist, sondern für Christus, der uns zur Liebe befähigt, um den notleidenden Mitmenschen beizustehen.
Don Pierino Galeone
Der Hl. Pater Pio gibt Pater Agostino diesen Ratschlag für zwei Seelen (Geschwister Cerase aus Foggia): Wenn der Feind die Heiligkeit ihres Lebens angreift, müssen sie ihm ins Gesicht schreien: meine Heiligkeit ist nicht Ergebnis meines Geistes, sondern sie ist Ergebnis des Geistes Gottes, der mich heiligt. Sie ist ein Geschenk Gottes, eine Gabe, die mir von meinem Bräutigam geliehen wurde, damit ich damit wirtschaften soll, um ihm dann, zu gegebener Zeit, strenge Rechenschaft über den damit erzielten Gewinn abzulegen. (Briefe 1, Brief 141)

0 Kommentare

Gehorsam, Glaube, Hoffnung, Liebe

12/8/2017

0 Kommentare

 
• Der Gehorsam ist Liebe, denn Jesus sagt: „Wenn jemand mich liebt, wird er an meinem Wort festhalten“ (Joh 14,23) und „Liebt einander, wie ich euch geliebt habe“ (Joh 13,34). Wer seinem Wort gehorcht, der liebt Gott und die Mitmenschen. Wer gehorsam ist, in dem wohnt Gott (vgl. Joh 14,23). So können wir von neuem ein Abbild Gottes werden: Gott ist Liebe, und auch wir werden im Gehorsam zu seinen Geboten Liebe.
• Der Gehorsam gegenüber Gottes Wort ist Glaube, denn im Glauben nehmen wir das an, was Gott uns sagt.
• Der Gehorsam ist ebenfalls Hoffnung, denn wir werden offen für Gottes Gaben. Im Gehorsam können wir alles von Gott erhoffen, was für unseren Weg der Nachfolge und daher für unseren Dienst an den Mitmenschen notwendig ist.
0 Kommentare

Der Gerechte geht durch den Glauben vorwärts

11/8/2017

0 Kommentare

 
Fürchte dich nicht, wenn dein Glaube stark geprüft wird, dies ist ein gutes Zeichen: Gott vertraut auf dich und will deinen Glauben vermehren, indem er ihn prüft. Der Gerechte geht durch den Glauben vorwärts; die überwundene Prüfung garantiert die Beharrlichkeit seines Weges.
 Don Pierino Galeone
 
Benedikt XVI.: "Abraham, der Vater der Glaubenden, ist auch weiterhin der Vater vieler Kinder, die auf seinen Spuren wandeln und sich auf den Weg machen, im Gehorsam gegenüber der göttlichen Berufung, im Vertrauen auf die gütige Gegenwart des Herrn und in der Annahme seines Segens, um zum Segen für alle zu werden. Es ist die vom Glauben gesegnete Welt, zu der wir berufen sind, um furchtlos Jesus Christus, dem Herrn, nachzufolgen. Und manchmal ist es ein schwieriger Weg, der auch Prüfung und Tod kennt, jedoch zum Leben hin öffnet, in einer radikalen Verwandlung der Wirklichkeit, die nur die Augen des Glaubens sehen und in Fülle genießen können. Zu sagen: »Ich glaube an Gott«, spornt uns also an aufzubrechen, beständig aus uns selbst herauszugehen, genau wie Abraham, um in die tägliche Wirklichkeit, in der wir leben, die Gewissheit zu bringen, die uns aus dem Glauben erwächst: die Gewissheit der Gegenwart Gottes in der Geschichte, auch heute; eine Gegenwart, die Leben und Heil bringt und die uns öffnet für eine Zukunft mit ihm und für eine Fülle des Lebens, das nie vergehen wird" (Generalaudienz, 23. Januar 2013).
0 Kommentare

Legt den alten Menschen ab

9/8/2017

0 Kommentare

 
Die Gewissheit über die Existenz der Sünde als Tat gegen Gottes Gebot, kann der Mensch nur durch den Glauben besitzen. Der Glaube hingegen wird durch die Sünde immer mehr geschwächt. Gott selber kann ihn dem Menschen aber immer wieder neu offenbaren, wenn er sich öffnet und auf das Wort Gottes hört. Der Sünder hingegen ist stolz, d.h. er folgt seinem eigenen “Ich”, das das Wort Gottes und die damit verbundenen Taten oftmals schwer annimmt. So lässt er die Liebe seines Herzens nicht reinigen und bleibt daher unrein im Herzen und Leib. Die Unreinheit beinhaltet daher die Ablehnung der Liebe Gottes, die durch das Hören und Praktizieren seines Wortes aufgenommen wird. Die Kraft der Lieblosigkeit resultiert daraus. Auch die eigene Weltanschauung wird von dieser Haltung beeinflusst. Die Erfahrung der Sünde durch den eigenen Egoismus, durch die Begierden des eigenen Leibes und des eigenen Herzens, geben dem Menschen keine richtige Auffassung seines eigentlichen Wesens, seiner Existenz und seiner wahren Berufung. Durch den Glauben kann der Mensch nur wissen, wer Gott ist. Durch den Glauben kann er die Stimme Gottes von jener Satans unterscheiden. Das Wort Gottes heißt Christus. Christus selbst belehrt den Menschen über den Feind. Er ist gekommen um ihn zu verurteilen und hinauszuwerfen. 



Bibel: “Legt den alten Menschen ab, der in Verblendung und Begierde zugrunde geht, ändert euer früheres Leben und erneuert euren Geist und Sinn! Zieht den neuen Menschen an, der nach dem Bild Gottes geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit” (Eph, 4,22-24).
0 Kommentare

Freundschaft oder Eigenliebe?

8/8/2017

0 Kommentare

 
Es kann geschehen, dass man eine Person findet, mit der man gerne zusammen ist, so sehr, dass man nur noch mit dieser Person sein will. Das kann für die anderen Mitmenschen sehr beleidigend sein, indem sie sagen: Die wollen immer zusammen sein, und mit uns wollen sie nichts zu tun haben. Diese Art, sich nur an eine Person zu binden, ist nicht wahre Freundschaft, denn man schliesst die anderen aus und kritisiert sie eventuell auch. Die wahre Freundschaft ist immer mit der Nächstenliebe und der Klugheit verbunden. Wenn man eine wahre Freundschaft pflegt, dann sorgt man sich gemeinsam um die Brüder und Schwestern. Freundschaft ist also nie etwas Exklusives, sondern auf das Geben des Guten ausgerichtet. Die wahre Freundschaft ist immer auf die Nächstenliebe ausgerichtet durch das Vorbild, durch die guten Worte, durch die Hilfe, durch die Unterstützung und durch das Gebet. Die wahre Freundschaft schliesst den Dienst an den Mitmenschen nie aus. Dazu ist es nötig, dass man die Liebe Gottes in sich trägt, die uns hilft, die Eigenliebe zu überwinden.
Wenn man denkt, ein Freund zu sein von jemandem, bei dem man sich wohl fühlt, dann ist das eine falsche Motivation, denn es können lasterhafte Zuneigungen sein, die einem gegenseitig verbinden. Wenn eine Freundschaft sich nur auf die Gefühle stützt, ist der Geist der Freundschaft weit entfernt, denn man gibt nicht das Gute, sondern sucht die eigenen schönen Gefühle. Das kann auch gefährlich sein, weil man den anderen in seinen Lastern unterstützt. Diese Menschen sind vor allem in schwierigen Zeiten keine wahre Hilfe füreinander, denn sie verstehen es nicht, dem anderen in seiner Not beizustehen. Leider sind diese Menschen in schwierigen Zeiten oft sehr schnell dazu geneigt, den anderen zu kritisieren oder zu verurteilen.
 
Don Pierino Galeone
 
Papst Franziskus: Beim Aspekt der Freundschaft und der Brüderlichkeit gibt es zwei Extreme: sowohl die Isolation als auch die Zügellosigkeit. Eine Freundschaft und eine Brüderlichkeit, die mir dazu verhelfen, weder in Isolation noch in Zügellosigkeit zu verfallen. Die Freundschaften pflegen, sie sind ein kostbares Gut: sie müssen euch allerdings dazu erziehen, euch nicht abzuschotten, sondern aus euch herauszugehen. Ein Priester, ein Ordensmann, eine Ordensfrau können niemals eine Insel sein, sondern ein Mensch, der stets bereit ist zur Begegnung. (6. Juli 2013)
0 Kommentare

Lässt du dich bedienen oder dienst du?

3/8/2017

0 Kommentare

 
Jesus wurde im Haus von Marta und Maria aufgenommen. Marta bemühte sich, um für die menschlichen Bedürfnisse von Jesus zu sorgen, indem sie das Essen zubereitete. Maria hingegen verweilte bei Jesus und hörte ihm zu. Jesus gab Maria durch sein Wort die Nahrung für das göttliche Leben. Marta kam zu Jesus und sagte: „Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester die ganze Arbeit mir allein überlässt? Sag ihr doch, sie soll mir helfen! Er antwortete ihr: Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen. Aber nur eines ist notwendig. Maria hat das Bessere gewählt, das soll ihr nicht genommen werden“ (Lk 10,40-42). Jesus sagt nicht, dass es das Irdische nicht auch braucht, sondern dass Maria das Bessere gewählt hat. Marta wollte Maria von diesem Besseren abhalten, um ihr in der Küche zu helfen. Jesus aber weiss besser, was für uns Menschen das Wichtigere ist. In diesem Sinn hat Jesus Maria mehr gedient als Marta Jesus diente.
So soll es auch bei uns sein. Wenn wir jemanden besuchen, dann wird uns meistens etwas Gutes serviert. Wir sollen aber nicht vergessen, dass wir den Menschen, die wir besuchen, auch dienen sollen, indem wir ihnen helfen, im göttlichen Leben zu wachsen. Wir sollen ihnen durch unsere freundlichen und einfühlsamen Worte Trost und Zuversicht bringen, besonders für all das Leidvolle, das sie zu tragen haben. Die Mitmenschen sollen erfahren, dass wir Anteil nehmen an ihren Sorgen und Nöten. 
Für was interessierst du dich mehr, wenn du dich mit Mitmenschen triffst: für die irdischen Dinge oder für das göttliche Leben? Wie gut ist es, wenn zum Beispiel eine Mutter nicht nur für die irdischen Bedürfnisse ihrer Kinder sorgt, sondern ihnen hilft, im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe zu wachsen - so dient sie Christus, der verborgen in den Mitmenschen gegenwärtig ist. Das kommt auch treffend zum Ausdruck im Tagesgebet, das am Gedenktag der Hl. Marta gebetet wird: „Allmächtiger, ewiger Gott,
die heilige Marta durfte deinen Sohn in ihr Haus aufnehmen und bewirten. Auf ihre Fürsprache hin mache uns bereit, in unseren Mitmenschen Christus zu dienen, damit wir einst bei dir Aufnahme finden.“ So sollen auch wir es tun, indem wir den Mitmenschen dienen und ihnen helfen, im Wort Gottes die wahre Nahrung für das Leben zu finden.

Don Pierino Galeone

Bibel: Jesus sagt: 
„Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben“ (Mt 6,33).
„Der Mensch lebt nicht nur von Brot, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt“ (Mt 4,4).

0 Kommentare

Das Gebot Jesu

2/8/2017

0 Kommentare

 
Das Gebot Jesu ist wie ein Schoss, aus dem wir alle geboren wurden. Im Gebot Jesu, im Willen Gottes, ist das Leben Gottes und auch die Kraft, das Gebot zu befolgen. Im Gebot Gottes ist seine Liebe und die Gemeinschaft mit ihm. «Wenn jemand mich liebt, wird er an meinem Wort festhalten; mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen» (Joh 14,23).
Das Gebot enthält die Liebe Gottes, das Leben Gottes und die Kraft Gottes. Das Gebot Gottes ist grösser als der Gehorsam des Menschen. Das Gebot macht uns zu Kindern Gottes, Brüdern untereinander und Erben des Himmels; man kann nicht aufzählen, was alles im Gebot Gottes enthalten ist.
Jesus sagt: «Bleibt in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe» (Joh 15.9-10). Jesus hat seine Liebe gezeigt, indem er gehorsam war bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz. Wenn du dein Leben Gott schenkst, dann wirst du alles erhalten, worum du ihn bittest. Wenn Gott die Grosszügigkeit eines demütigen Menschen, der ihn liebt sieht, dann will er ihm die Krone schenken, besonders dann, wenn das Befolgen des Gebotes Gottes die Hingabe des Lebens mit sich bringt. Die Hingabe des Lebens sollte ein treues Bleiben in der Liebe Gottes sein.  Wenn du in Gott bleibst, bist du auch mit allen seinen Kindern, den Kindern Gottes vereint. Im Gebot Gottes ist Seine Gegenwart und das Leben, das all jenen geschenkt wird, die dem Gebot gehorchen. Das Gebot Gottes ist der Schoss jener, die im Himmel sind, denn sie alle wurden durch das Gebot Gottes geboren.
Wenn du das Gebot Gottes nicht befolgst, bist du ein Verräter. Wann werden wir davon überzeugt sein, dass die Begierden des Fleisches und der Hochmut des Lebens nicht zu vereinbaren sind mit dem Befolgen des Gebotes Gottes?
Jesus hat gesagt: «Niemand kommt zum Vater, ausser durch mich» (Joh 14,6). Wenn wir das Gebot Jesu befolgen, sind wir in ihm und durch Jesus auch im Vater. Erneuern wir unseren guten Willen, immer in der Liebe Jesu zu bleiben, indem wir sein Gebot befolgen. Wir werden so als Kinder Gottes, Brüder untereinander und Erben des Himmels geboren. Das Volk Israel hatte Angst vor Gott, als der Berg Sinai bebte und rauchte, und wir? Das Gebot Jesu ist grösser als der Sinai, wo Gott die Zehn Gebote gab.
Jesus ist so gut, dass er uns nicht erzittern lässt vor seinem Gebot. Sagen wir Jesus: «Von heute an will ich dein Gebot anbeten, weil darin deine Liebe ist, weil die Heiligen ohne dein Gebot nicht im Himmel sein könnten».
Don Pierino Galeone
0 Kommentare

Das Wort Gottes hören und verstehen

31/7/2017

0 Kommentare

 
Es gibt Menschen, die das Wort Gottes hören, und es doch nicht hören und verstehen (vgl. Mt 13,13). Was braucht es, um das Wort Gottes wirklich zu hören und es zu verstehen? Das Geheimnis, das im Wort Gottes verborgen ist, ist der Geist und das Leben Gottes (vgl. Joh 6,63). Wie bei der Eucharistiefeier im Kelch und in der Hostie Christus gegenwärtig ist, so ist er auch in seinem Wort gegenwärtig. Damit der Mensch das Wort Gottes wirklich hört, braucht es den Glauben. Wenn ein Mensch an die Gegenwart von Christus in seinem Wort glaubt, dann hört er es sehr aufmerksam und öffnet sein Herz für den Geist und das Leben Gottes, die darin enthalten sind.
Wenn wir auf unser Leben zurückschauen, dann haben wir vielleicht oft auch sehr oberflächlich auf das Wort Gottes gehört, ohne ihm Glauben zu schenken. Dabei hätte genau dieses Wort in sich die Macht gehabt, uns zu Heiligen zu machen. Wenn wir durch einen wahren Glauben den Geist und das Leben aufgenommen hätten, dann wären unsere Gedanken, Worte und Werke vom Wort Gottes geprägt.
Jesus hat sich für uns zum Wort gemacht, um uns den Geist und das Leben Gottes zu schenken. Der Vater hat uns den Sohn gesandt, damit wir durch sein Wort Kinder Gottes werden. Wir dürfen nicht vergessen, welch grosser Reichtum im Wort Gottes verborgen ist! Wir müssen gut sein mit Jesus, denn es gibt so viele Menschen, die ihn verachten. Man könnte das vergleichen mit einer Mutter, die ein gutes Essen bereitet. Wenn sie es dann serviert, isst niemand davon. Nehme das Wort Gottes an mit einem glühenden Glauben, mit einer lebendigen Hoffnung und mit tätiger Liebe, damit du nicht nur hörst, und doch nicht hörst. Nehme den Geist und das Leben Gottes auf in dein Herz, damit sie dir helfen, das Wort Gottes zu praktizieren, jeder in der Berufung, die Gott ihm anvertraut hat.
 
Don Pierino Galeone
 
Bibel: Darum legt alles Schmutzige und Böse ab, seid sanftmütig und nehmt euch das Wort zu Herzen, das in euch eingepflanzt worden ist und das die Macht hat, euch zu retten. Hört das Wort nicht nur an, sondern handelt danach; sonst betrügt ihr euch selbst. Wer das Wort nur hört, aber nicht danach handelt, ist wie ein Mensch, der sein eigenes Gesicht im Spiegel betrachtet: Er betrachtet sich, geht weg, und schon hat er vergessen, wie er aussah. Wer sich aber in das vollkommene Gesetz der Freiheit vertieft und an ihm festhält, wer es nicht nur hört, um es wieder zu vergessen, sondern danach handelt, der wird durch sein Tun selig sein. (Jak 1,21-25)
0 Kommentare

Die Geburt der Berufung

30/7/2017

0 Kommentare

 
Die Entscheidung, die Berufung zu wählen, die Gott für uns bestimmt hat, ist wie eine Geburt: für die Geburt braucht es immer eine Mutter. Gehe zur Muttergottes, sie hilft dir, deine Berufung zu finden und sie zu leben. Sage mit ihr zusammen: „Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast“ (Lk 1,38). Deine Berufung heiligt dich, sei es die Berufung zur Ehe oder die Berufung zum geweihten Leben. Wähle aus freiem Willen den Willen Gottes.
 
Don Pierino Galeone
 
Papst Benedikt XVI: Maria wurde mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen: Auch für den Leib ist in Gott Raum. Der Himmel ist für uns nicht mehr eine weit entfernte und unbekannte Sphäre. Wir haben eine Mutter im Himmel. Es ist die Mutter Gottes, die Mutter des Sohnes Gottes, sie ist unsere Mutter. Er selbst hat es gesagt. Er hat sie zu unserer Mutter gemacht, als er zu seinem Jünger und uns allen gesagt hat: „Siehe, deine Mutter!“ Der Himmel steht offen, der Himmel hat ein Herz...
Maria wurde mit Leib und Seele in die Herrlichkeit des Himmels aufgenommen, und mit Gott und in Gott ist sie die Königin des Himmels und der Erde. Ist sie etwa dadurch weit von uns entfernt? Das Gegenteil ist wahr. Denn gerade weil sie mit Gott und in Gott ist, ist sie jedem von uns ganz nahe. Als sie auf der Erde war, konnte sie nur wenigen Menschen nahe sein. Weil sie in Gott ist, der uns nahe ist, der vielmehr uns allen „innerlich“ ist, hat Maria Anteil an dieser Nähe Gottes. Weil sie in Gott und mit Gott ist, ist sie jedem von uns nahe, sie kennt unser Herz, sie kann unsere Gebete hören, sie kann uns mit ihrer mütterlichen Güte helfen und sie ist uns – wie der Herr gesagt hat – als „Mutter“ gegeben, an die wir uns in jedem Augenblick wenden können. Sie hört uns immer, sie ist uns immer nahe, und weil sie die Mutter des Sohnes ist, hat sie Anteil an der Macht des Sohnes, an seiner Güte. Wir können immer unser ganzes Leben dieser Mutter anvertrauen, die niemandem von uns fern ist. (15. August 2005)

0 Kommentare

Der Schrei nach der Befreiung aus der Finsternis

29/7/2017

0 Kommentare

 
Es geschah aber, als er in die Nähe von Jericho kam, da saß ein Blinder am Wege und bettelte. Als er aber die Menge hörte, die vorbeiging, forschte er, was das wäre. Da verkündeten sie ihm, Jesus von Nazareth gehe vorüber.
Und er rief: Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Die aber vornean gingen, fuhren ihn an, er sollte schweigen. Er aber schrie noch viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Jesus aber blieb stehen und befahl, ihn zu sich zu führen. Als er aber näher kam, fragte er ihn: Was willst du, dass ich für dich tun soll? Er sprach: Herr, dass ich sehen kann. Und Jesus sprach zu ihm: Sei sehend! Dein Glaube hat dir geholfen. Und sogleich wurde er sehend und folgte ihm nach und pries Gott. Und alles Volk, das es sah, lobte Gott (Lk 18, 35-43).
 

Der Blinde sitzt am Strassenrand und bettelte um Almosen. Der Strassenrand ist die Welt und die Almosen der Passanten sind die Vergnügen dieser Welt. Der Grund, warum man am Strassenrand sitzt und um Almosen bittet, ist, weil man blind ist. Man sieht nichts, weil der Glaube fehlt, man sieht die übernatürlichen Wirklichkeiten nicht, da man die Dinge der Welt liebt, die von den Passanten angeboten werden. Der Blinde hörte einen Lärm und er fragte was los sei. Sie sagten ihm: „Jesus, der Nazarener geht vorüber“. In diesem Moment hätte er Jesus als einen Passanten betrachten können, aber er hat Glauben und beginnt zu schreien.

Vielleicht geht Jesus jeden Tag an dir vorüber, um dir das zu geben, was du brauchst, damit du dich vom Strassenrand deiner Gebrechlichkeiten und Sünden erheben kannst. Gefällt es dir, immer noch am Strassenrand zu sitzen, um die Passanten dieser Welt um Almosen zu bitten oder schreist du wie der Blinde von ganzem Herzen: „Oh Jesus, Sohn Davids, erbarme dich meiner“? Man beschimpfte ihn deswegen. Vielleicht fühlst auch du, dass dein Verstand, dein schwacher Wille, dein Herz mit deinen Anhänglichkeiten gegen dich schimpfen, da du nicht nach dem Herrn schreist, der vorbei geht. Aber Jesus wird eines Tages stehen bleiben und dich fragen: „Was willst du, dass ich tue?“ Bist du aufrichtig, Jesus um das wahre Licht zu bitten, damit du die übernatürlichen Wirklichkeiten sehen kannst um sie zu leben? Vielleicht denkst du, dass du schon oft nach dem Herrn geschrien hast. Es hängt aber nicht von Jesus ab, dass er dich nicht heilen will. Ist dein Wille radikal und entschlossen? Der Herr ist dann bereit, auch zu dir zu sagen: „Sei sehend.“ Vielleicht hat dir der Herr das Sehen oft wieder gegeben und du bist von neuem an den Strassenrand der Dinge der Welt gesessen.

„Oh Jesus, gib mir Glauben, dass ich glauben kann, dass du allein meine Freude, meine Stärke, mein Trost und meine Verwirklichung bist und dass die Welt nur täuscht und enttäuscht. Sei du meine Hoffnung und meine Sicherheit! Nur in dir kann ich meine Identität verwirklichen. Oh Herr, gib mir Glauben, damit ich mit Entschlossenheit bitte, die übernatürlichen Wirklichkeiten sehen zu können und ihnen zu folgen, ohne mich je umzuwenden. Wie wünsche ich mir, mich ein für alle Mal vom Strassenrand der Dinge der Welt zu erheben und dir, mein Herr, zu folgen, indem ich dich lobe und dir danke. Jesus, du bist so gut! Oft habe ich zu dir geschriehen, doch leider auch durch meine Gebrechlichkeiten geschimpft. Doch du hörst den Schrei nach der Befreiung aus der Finsternis und führst ihn ins göttliche Licht“.
 
Don Pierino Galeone

0 Kommentare

Die Berufung, der Rettung zu dienen

28/7/2017

0 Kommentare

 
Jesus ist auf die Welt gekommen, um uns Menschen zu retten. Im Johannesevangelium steht: „Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat“ (Joh 3,16). Der Glaube an Jesus verbindet uns mit der Rettung, die er uns am Kreuz erworben hat. Dieses Geschenk der Rettung hat Jesus der Kirche, seiner Braut, anvertraut: die Kirche ist für uns Menschen das Sakrament der Rettung. Die Berufung zu leben, die Gott für uns bestimmt hat, bedeutet, dass man diese Berufung im Dienste der Kirche, mit der Kirche und für die Kirche lebt. Wer Gott liebt, folgt Christus und dient der Kirche - sein Leben für die Kirche dahinzugeben, ist göttliche Berufung.
Das schönste Geschenk, das die Kirche uns gibt ist, dass wir am Leben des auferstanden Christus teilhaben dürfen. Im Epheserbrief steht: „Gott, der voll Erbarmen ist, hat uns, die wir infolge unserer Sünden tot waren, in seiner grossen Liebe, mit der er uns geliebt hat, zusammen mit Christus wieder lebendig gemacht“ (Eph 2,4-5). Dieses neue Leben, das Christus uns schenkt, befähigt uns, unsere Berufung zu leben. Um der Kirche zu dienen ist es wichtig, dass man keine Verbindungen mehr hat zur Sünde, zu den weltlichen Begierden und somit zu Satan. Man kann nicht Christus dienen und zugleich verbunden sein mit Satan, der gegen das Reich Gottes kämpft. Du kannst dich entscheiden, auf die weltlichen Begierden zu verzichten, die so vergänglich sind, um den Himmel zu wählen, der ewig ist.
Schaue nicht auf das, was du verlassen musst. Schaue viel mehr auf das, was du erhältst, wenn du die Berufung wählst, die Gott für dich bestimmt hat. Werde ein Mitarbeiter für die Kirche wie die Heiligen, die nicht nur an ihre eigene Rettung gedacht haben, sondern auch an jene der Mitmenschen. Wie schön ist es, Jesus bei der Rettung der Menschen zu helfen, so wie es der Hl. Pater Pio und viele andere getan haben. Wie sehr braucht die Welt heute Menschen, die der Rettung dienen, indem sie den Mitmenschen helfen, die Sünde zu verlassen und Christus zu wählen.
Don Pierino Galeone
Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 808: Die Kirche ist die Braut Christi. Er hat sie geliebt und sich für sie hingegeben. Er hat sie durch sein Blut gereinigt. Er hat sie zur fruchtbaren Mutter aller Kinder Gottes gemacht.
0 Kommentare

Die hl. Joachim und Anna

27/7/2017

0 Kommentare

 
Es gibt zwei Genealogien, eine von Lukas, die andere von Matthäus. Der hl. Josef und Maria sind Nachkommen Davids, auch Jesus. Die Lesung spricht über die Heiligen, deren Gedächtnis nie ausgelöscht werden wird. Wir feiern heute Joachim und Anna. Das Spezifikum dieser beiden Heiligen: den Baum erkennt man an den Früchten. Jesus sagt im Evangelium, dass die Augen selig sind, weil sie dies gesehen haben. Joachim und Anna sind die Eltern der Muttergottes, sie haben diesen Gnadenvorzug von Gott erhalten. Wir sollten Joachim und Anna sehr verehren, weil wir als Christen Kinder Gottes und Kinder der Muttergottes sind und die Muttergottes ist Kind von Joachim und Anna.

Die Grosseltern sind besonders verbunden mit den Enkelkindern. Jesus war das Enkelkind von Joachim und Anna. Maria ist Mutter Gottes, Mutter der Kirche. Die Enkelkinder lieben die Grosseltern sehr.

Unser Herz ist voll Freude. Jesus sagt, dass jene selig sind, deren Augen dies gesehen haben. Was wird dann die Glückseligkeit in Fülle sein? Joachim und Anna sind nicht nur die Eltern Mariens und die Grosseltern Jesu, sondern wir sind auch eingefügt in die Nachkommenschaft Jesu. Wir sind Kinder Mariens und Brüder Jesu. Wir sollen heute sehr glücklich sein, an dieser Seligpreisung Anteil zu haben. Heute ist ein wunderbares Fest, denn wir gehören zur Nachkommenschaft Jesu und Mariens.

Jesus sagt zu Thomas: Du glaubst, weil du gesehen hast, aber selig sind, die nicht sehen und doch glauben. Wir sollen zu diesen Seligen gehören. Wir sollen an Gott glauben, an Jesus, Maria, an die Kirche. Joachim und Anna sind die Vorläufer der gesegneten Generation, die mit Jesus seinen Anfang nimmt. Die Kirche erhält beständig diese gesegnete Generation.
0 Kommentare

Die Liebe Christi ist das göttliche Leben in dir

26/7/2017

0 Kommentare

 
Ohne die Nächstenliebe gibt es keine Gemeinschaft in der Liebe Christi. In einer christlichen Gemeinschaft kann das geistliche Leben zwar präsent sein, aber die Nächstenliebe wird trotzdem nicht ausgeübt. Man kann sich somit wie in einer Illusion befinden; man meint, dass man in der Gnade Gottes lebt, da man keine Todsünden begeht. Wenn man das göttliche Leben hat, so muss dieses Leben aber wirksam und tätig werden und darf nicht statisch sein.
Wann beginnt die Nächstenliebe in der Gemeinschaft? Wenn man die Leiden und Freuden gemeinsam teilt. Aber nicht nur das. In der Liebe Christi ist es wesentlich, dem Nächsten immer Gutes zu wollen und gut von ihm zu denken. Das geistliche Leben ohne die Liebe Christi kann nicht existieren. Es geht hier um den Ausdruck dieses Lebens im Sinne deines ganzen Verhaltens, deines Denkens und Sprechens. Wenn die Liebe Christi da ist, ist das Bedürfnis da, davon zu sprechen, sich in der Liebe mitzuteilen und sich auch in den geistlichen Erfahrungen mitzuteilen. Die Liebe Christi hat zwei besondere Gaben. Sie ist gegenseitig und aus der Gegenseitigkeit entspringt die Gemeinschaft. Die Liebe Christi ist deshalb das wahre Herz der Kirche. Die Liebe wird vollkommen, wenn man sie den anderen mitteilt. Sie ist nicht privat, da man hat immer das Bedürfnis hat, das Feuer im eigenen Herzen den anderen zu zeigen, den Gott der Freude zu zeigen, den Gott des Friedens, der Liebe und der Gemeinschaft.
Don Pierino Galeone
0 Kommentare

Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben

25/7/2017

0 Kommentare

 
Jesus sagt: „Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben“ (Joh 13,34; Joh 15,12). Ich möchte euch helfen, diese Worte besser zu verstehen:
  • Jesus will, dass wir einander so lieben, wie er uns liebt. Die zentrale Liebe von Jesus besteht darin, dass er den Vater im Himmel liebt. Wer den Vater im Himmel liebt, der liebt auch alle Geschöpfe, die dieser Vater ins Dasein gerufen hat. Wir können einander als Brüder und Schwestern lieben, weil wir wissen, dass wir alle den gleichen Vater im Himmel haben.
  • Jesus hat eine grosse Liebe zu seiner Mutter. So sollen auch wir die Muttergottes lieben, wie Jesus sie liebt.
  • Jesus liebt die Engel und die Heiligen, die im Himmel sind. So sollen auch wir die Engel und Heiligen lieben.
  • Jesus liebt die Seelen im Fegefeuer. So sollen auch wir eine grosse Liebe zu ihnen haben, denn auch sie sind unsere Brüder unsere Schwestern. Wir sind gemeinsam berufen, in den Himmel einzugehen.
  • Jesus liebt uns Menschen. So sollen auch wir einander lieben. Wie Jesus die Armen, die Kranken und die Sünder besonders geliebt hat, so sollen auch wir eine grosse Liebe haben zu den Menschen, die in Not sind. Besonders für die Sünder sollen wir ein grosses Herz haben und für sie beten, damit sie umkehren und den guten Weg wählen. Sicher haben für uns auch viele gebetet: die Mutter Gottes, der Schutzengel, die Heiligen und gute Mitmenschen. Wir müssen allen dankbar sein, die uns durch ihr Gebet eine grosse Hilfe geschenkt haben.
  • Gott hat dem Menschen die Schöpfung anvertraut. So sollen wir auch die ganze Schöpfung lieben. Der Hl. Franziskus von Assisi hat alle Geschöpfe als Brüder und Schwestern geliebt: die Sonne, die Tiere, die Pflanzen usw.  Selbst den Tod hat er geliebt, weil er wusste, dass er auch von Gott geschaffen ist.
  • Nur etwas liebt Jesus nicht: das Böse. Er liebt auch den Urheber des Bösen nicht, nämlich den Satan. So sollen auch wir den Satan und das Böse nicht lieben, sondern sie verachten. Satan ist jener, der uns von Gott und untereinander trennen will, indem er die Liebe zerstört. Sei also wachsam, dass er dich nicht trennt vom Gebot, das Jesus uns gibt: liebt einander, wie ich euch geliebt habe.
Jesus hilft uns, so zu lieben, wie er liebt. Gehe zu Jesus! Lasse dich von ihm stärken durch die Sakramente, durch sein Wort und durch das Gebet. Er wird dir helfen, den Glauben, die Hoffnung und die Liebe zu leben.
Don Pierino Galeone
Charles de Foucauld: 1905 bricht Charles de Foucauld zum ersten Mal zu den Tuareg im Hoggar-Gebirge auf. Mit Unterbrechungen wird er bis zu seinem gewaltsamen Tod unter ihnen leben: "Mit allen Kräften versuche ich, diesen armen verirrten Brüdern zu beweisen, dass unsere Religion ganz Liebe, ganz Brüderlichkeit ist, dass ihr Sinnbild ein HERZ ist".

0 Kommentare

Habe keine Angst, die Berufung zu wählen, die Gott für dich bestimmt hat

24/7/2017

0 Kommentare

 
Pater Pio sagt: „Furcht zu haben, sich in den Armen der göttlichen Liebe zu verlieren, ist sonderbarer als wenn ein Kind sich in den Armen seiner Mutter fürchten würde“ (Epistolario III, S. 638). Es ist nicht gut, wenn wir vor Gott Angst haben, denn er ist wie ein guter Vater, der uns in seinen Armen hält und uns begleitet. Satan versucht, in uns den Glauben an Gott zu schwächen, indem er uns vom Gebet und von der Wachsamkeit abhalten will. Wenn der Glaube in uns schwach wird, dann beginnen wir, an Gott, an unserer Vergangenheit, unserer Gegenwart und unserer Zukunft zu zweifeln – alles macht uns Angst. In diesem Zustand ist es sehr schwierig, Entscheidungen zu treffen, denn man möchte lieber abwarten, bis die Zweifel und somit die Angst vorüber gehen, um die Entscheidungen mit mehr Sicherheit zu treffen. Wenn unser Glaube schwach ist, dann vernebelt der Teufel durch die Angst und die Ungewissheit alles in uns. Satan will uns von der Entscheidung abhalten, unsere Berufung, die Gott für uns bestimmt hat, zu wählen. Satan zeigt uns alles, was wir verlassen müssten, um Gottes Berufung zu wählen und er zeigt uns alles, was wir annehmen müssten, um gemäss dem Willen Gottes zu leben. Satan lässt uns Angst haben vor dem, was wir verlassen sollen und vor dem, was wir wählen sollen.
Es braucht das Gebet, um mit Gott in Verbindung zu sein und es braucht die Wachsamkeit, um sich von Satan, der Sünde und den weltlichen Begierden fern zu halten. Wenn wir beten, dann haben wir durch den Glauben die Sicherheit, dass Gott uns alles vergibt, was wir in der Vergangenheit gefehlt haben. Wir haben die Sicherheit, dass Gott uns im gegenwärtigen Moment beisteht und dass er uns hilft, alles zu meistern, was in der Zukunft auf uns zukommt. Die Heiligen haben sehr schwierige Aufgaben gemeistert, weil sie an Gott glaubten und ihrer Berufung treu blieben. In Gott gibt es keinen Zweifel, sondern nur Sicherheit, denn Jesus ist die Wahrheit (vgl. Joh 14,6), und wo die Wahrheit ist, da ist Sicherheit. Im Glauben haben wir die Sicherheit, dass Gott unsere Kraft ist. Der Hl. Paulus sagt: „Alles vermag ich durch ihn, der mir Kraft gibt“ (Phil 4,13). Der Hl. Franziskus hat den jungen Mitbrüdern gesagt, dass sie keine Angst haben sollen, Gottes Berufung grosszügig zu wählen.
Wenn der Mensch im Glauben schwach ist, dann ist er auf sich allein gestellt, da ihm die Sicherheit Gottes fehlt. Wenn der Mensch das Leben aus eigener Kraft meistern muss, dann ist er sehr arm und schwach. Jesus sagt: „Getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen“ (Joh 15,5). Genau diese Erfahrung machen die Menschen, wenn ihr Glaube schwach ist.
Damit man Gottes Berufung annehmen kann, muss man demütig sein, auf das eigene Ich verzichten und den Zweifel durch den Glauben überwinden. Es braucht ein grosses Vertrauen in Gott - der Hl. Augustinus hat vertraut, dass Gott ihm seine sündhafte Vergangenheit vergibt und ihn für eine grosse Aufgabe in der Kirche beruft. Er ist für uns ein grosses Beispiel, was es bedeutet, die Berufung Gottes anzunehmen und den Zweifel durch den Glauben zu überwinden. Vertraue auch du auf Gott, auf die Kirche, auf die demütigen Priester. Dein eigenes Ich hat dich schon so oft in die Irre geführt und du wurdest von deinen selbstgewählten Entscheidungen enttäuscht. Vertraue nicht auf dein eigenes Ich, sondern auf Gott, denn er ist deine einzige Sicherheit: er enttäuscht dich nie! Sage voll Vertrauen zu Jesus: Mit dir werde ich es schaffen, die Berufung zu wählen, die du für mich von Ewigkeit her willst.
 
Don Pierino Galeone
 
Hl. Franziskus von Assisi: Höchster, glorreicher Gott,
erleuchte die Finsternis meines Herzens
und schenke mir rechten Glauben,
gefestigte Hoffnung und vollendete Liebe.
Gib mir, Herr, das [rechte] Empfinden und Erkennen,
damit ich deinen heiligen und wahrhaften Auftrag erfülle. (Gebet vor dem Kreuzbild von San Damiano)

0 Kommentare

Interview mit Don Pierino Galeone I/VI. (englisch)

23/7/2017

0 Kommentare

 
Msgr. Pierino Galeone war während über zwanzig Jahren ein Zeuge des Lebens von Padre Pio. Als sein geistlicher Sohn durfte er den heiligen Pio in der Messe, bei Gesprächen, beim Gebet und in seinen Leiden erleben. Er gründete das Säkularinstitut Servil della Sofferenza.
​​Interview:
https://www.youtube.com/watch?v=vCWEP7zVCC0
0 Kommentare

Die Reife einer Seele ist die Liebe

22/7/2017

0 Kommentare

 
Wenn du immer wieder in die Sünde und die Schwachheiten fällst, so fehlt dir eine feste Liebe.
Du verlierst zwar oft viele Worte darüber, dass es dir nicht gelingt gut zu beten, aber betrüge dich nicht, denn das alles sind nur leere Worte. Das Problem ist, dass die Liebe klein ist; man betet nicht, man ist nicht wachsam, meidet die Gelegenheiten nicht und handelt nur gemäss dem eigenen Kopf. Dann sündigt man, geht zur Beichte und sündigt wieder. Dieses Wiederfallen wiederholt sich immer wieder. Was nützt es dir, dich der Sünde der Welt hinzugeben? Du wirst so verwirrt und weisst nicht Gott und den Nächsten richtig zu lieben.
Die Reife einer Seele ist die Liebe! Wenn du nicht auf dem Weg dieser Reife bist, verlierst du nur Zeit. Die Liebe ist dann wie eine Schaukel und du gehst mit Gott wie mit einer Schaukel um. Was willst du erreichen? Was willst du aufbauen? Einmal bist du stolz, dann wieder unrein, dann verwirrt dich deine Umgebung und deine Arbeit und du flüchtest dich in Ausreden.
Nur wenn du eine feste und reife Liebe hast, kannst du alles überwinden, gleich wie vielen Schwierigkeiten du begegnest. Ohne diese klare Liebe, bist du wie blind; blind für Jesus, die Muttergottes, deine Berufung, deine Ehefrau oder deinen Ehemann. Was siehst du mit deinen geistigen Augen? Du bist unbeständig, verirrst dich in viele Sachen, siehst nur dich und deine Dinge und hast nicht die wesentlichen Wahrheiten vor deinen Augen. Und so fällst du immer und immer wieder. Dein Wiederfallen ist beständiger als deine Liebe.
Was nützt dir dieses Wiederfallen? Du hast in deinem Kopf viele Entschuldigungen, auch ohne es durch die Worte auszusprechen, aber dein ganzes Verhalten bringt es zu Tage. Du hast aus Gott eine Schaukel gemacht, einmal bist du voller Überzeugung und dann fällst du wieder ins Gegenteil.
Öffne dein Herz, bete besser und mit mehr Liebe, gehorche, übe die Nächstenliebe und sei sehr wachsam, damit du endlich eine reife und feste Liebe erlangst.
Don Pierino Galeone
0 Kommentare

Die österliche Freude bewahren

21/7/2017

0 Kommentare

 
Es gibt keine grössere Freude als die österliche Freude. Die Freude ist das Verkosten des Gutes. Durch das Kreuz hat Jesus alles Böse weggenommen und durch die Auferstehung hat er uns alle Güter, alles Gute geschenkt. Alle Güter des Universums haben ihren Ursprung in der Auferstehung Jesu Christi. So ist die österliche Freude die Fülle der Freude. Wenn wir die Erfahrung machen, dass uns Jesus die Sünden vergibt und uns die Güter schenkt, dann machen wir die Erfahrung der österlichen Freude. Wie können wir nun beständig in dieser österlichen Freude bleiben? Indem wir beim gekreuzigten und auferstandenen Jesus bleiben. Alleine können wir diese Freude nicht bewahren. Wir brauchen dazu die Kraft Gottes. Und diese Kraft erlangen wir durch das Gebet und die Wachsamkeit. Das Ziel des Gebetes und der Wachsamkeit ist der Gehorsam zu Gott. Und das Ziel des Gehorsams ist das Praktizieren des Willen Gottes. Was ist sein Wille? Sein Wille ist es, dass wir einander lieben. Das einzige Gebot, das uns Jesus gegeben hat ist: Liebt einander! Wenn wir also einander lieben, dann haben wir Teil am österlichen Geheimnis. Der Gehorsam ist in sich nichts anderes als das Böse zu verlassen und sich vor Gott zu beugen und so das Gute zu empfangen. Nur durch den Gehorsam wohnt Gott in uns. Und wenn Gott in uns wohnt, dann haben wir die Gewissheit, dass die Kraft Gottes in uns ist und dass Gott uns schützt und rettet. Bemühen wir uns, uns gegenseitig mehr zu lieben. Lieben wir nicht nur jene, die uns am nächsten sind, sondern alle Menschen, denen wir begegnen: am Arbeitsplatz, auf der Strasse, in der Pfarrei, überall!
Don Pierino Galeone
0 Kommentare

Wie kann man die Trägheit besiegen?

20/7/2017

0 Kommentare

 
Eines Tages stellte ich Pater Pio einen Kollegen aus dem Seminar vor. Nachdem dieser ihm die Hand geküsst hatte, fragte er: „Padre, es fällt mir schwer, die Trägheit zu besiegen. Helfen Sie mir, großmütiger zu sein!“ Pater Pio antwortete:  „Der Leib ist wie ein Tier, so wie du ihn gewöhnst, so bleibt er dir.“ Dieser Reim hat mir geholfen, die Antwort Pater Pios nicht mehr zu vergessen und sie noch heute im Leben präsent zu halten.
 
Don Pierino Galeone
Bibel: Setzt allen Eifer daran, mit eurem Glauben die Tugend zu verbinden, mit der Tugend die Erkenntnis, mit der Erkenntnis die Selbstbeherrschung, mit der Selbstbeherrschung die Ausdauer, mit der Ausdauer die Frömmigkeit, mit der Frömmigkeit die Brüderlichkeit und mit der Brüderlichkeit die Liebe. Wenn dies alles bei euch vorhanden ist und wächst, dann nimmt es euch die Trägheit und Unfruchtbarkeit, sodass ihr Jesus Christus, unseren Herrn, immer tiefer erkennt. (2 Petr 1,5-8)
0 Kommentare

Die brüderliche Liebe ist wie ein Sakrament

19/7/2017

0 Kommentare

 
Jesus hat gesagt: «Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen» (Mt 18,20). Das Gebot Jesu erfordert von seiner Natur aus die Gegenwart Jesu, denn die Liebe muss gegenseitig sein. «Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe» (Joh 15,12). Das «Liebt einander» ist die gegenseitige Liebe, wenn also diese gegenseitige Liebe da ist, ist Jesus gegenwärtig. Diese gegenseitige, brüderliche Liebe – gemäss dem Gebot Jesu – erfordert die Gegenwart des Herrn. Wenn SEINE Gegenwart da ist, ist die brüderliche Liebe wie ein Sakrament und der Herr bleibt nicht inaktiv. Er schenkt dann alle nötigen Gnaden – sei es für jenen, der liebt – sei es für jenen, der die gegenseitige Liebe empfängt.
Die Nächstenliebe ist wie ein Sakrament, ein wirksames Zeichen der Gnade, denn in der gegenseitigen Liebe, in der brüderlichen Liebe, ist Jesus gegenwärtig.
 
Don Pierino Galeone
0 Kommentare

Das Schwert der Trennung

18/7/2017

0 Kommentare

 
Es scheint ein Widerspruch zu sein, wenn Jesus sagt: „denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert“ (Mt 10,34). Ich möchte euch erklären, wie man diese Aussage verstehen kann.
Die Nächstenliebe besteht darin, dass man den Mitmenschen das Gute gibt - das Gute vereint uns in der Liebe. Jesus ist gekommen, um uns mit Gott und untereinander zu vereinen, indem er uns hilft, das Gute zu erkennen und es zu tun. Satan möchte genau das Gegenteil erreichen: er möchte uns von Gott und von den Mitmenschen trennen, indem er das Gute durch das Böse zu zerstören versucht. Jesus will uns helfen, uns vom Bösen und somit von Satan zu trennen. Das Schwert, das uns dabei hilft, ist das Wort Gottes. Der Hl. Paulus schreibt: „Lebendig ist das Wort Gottes, kraftvoll und schärfer als jedes zweischneidige Schwert; es dringt durch bis zur Scheidung von Seele und Geist, von Gelenk und Mark; es richtet über die Regungen und Gedanken des Herzens“ (Hebr 4,12); „Nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, das ist das Wort Gottes“ (Eph 6,17). Die Trennung vom Bösen ist für uns Christen fundamental wichtig, um das Taufgelübde zu leben: „Ich widersage dem Satan, seiner Pracht und seinen Werken.“ Wer sich nicht von Satan trennt, der kann nicht den Weg des Glaubens gehen. In der heutigen Zeit braucht es viel Mut, um sich von der Mentalität der Welt zu trennen und sich zu Christus zu bekennen. Jesus sagt: „Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach“ (Lk 9,23). Die Trennung, die Jesus fordert, müssen wir Tag für Tag leben, indem wir uns selbst verleugnen und auf das eigne Ich verzichten, damit wir mit dem Hl. Paulus sagen können: „Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir“ (Gal 2,20). Jesus und sein Wort sind dasselbe: Jesus ist in seinem Wort gegenwärtig und möchte uns helfen, uns vom Bösen zu trennen. Es braucht Demut, um sich ganz dem Wort Gottes anzuvertrauen. Habt Mut, diesen Weg im Gehorsam und in der Nächstenliebe zu gehen, denn so werdet ihr in Christus den wahren Frieden finden.
 
Don Pierino Galeone
 
Bibel: Seht her, die Hand des Herrn ist nicht zu kurz, um zu helfen, sein Ohr ist nicht schwerhörig, sodass er nicht hört. Nein, was zwischen euch und eurem Gott steht, das sind eure Vergehen; eure Sünden verdecken sein Gesicht, sodass er euch nicht hört. (Jes 59,1-2)
0 Kommentare

Pater Pio am Altar

17/7/2017

0 Kommentare

 
Zweimal habe ich Pater Pio in der Gestalt Jesu gesehen: Einmal am Altar und ein anderes Mal im Beichtstuhl. Eines Morgens feierte Pater Pio am Hochaltar der kleinen Kirche die heilige Messe und ich durfte ministrieren. Während der Kommunion befand ich mich rechts von ihm. Ich hatte mich auf die Altarstufe niedergekniet und wartete, bis ich an die Reihe kam. Nachdem Pater Pio dem, der neben mir kniete, die Kommunion gereicht hatte, stellte er sich vor mich hin, nahm eine Hostie in die Hand, hielt sie über dem Ziborium und schaute sie für eine Weile sehr intensiv an. Da ich einige Augenblicke warten musste, begann ich jede seiner Bewegungen genau zu beobachten. Zu meiner Überraschung sah ich ganz deutlich, wie sich Pater Pios Aussehen veränderte und er die Gestalt Jesu annahm. Er war normal groß, mit Priestergewändern bekleidet und hatte einen heiteren Blick. Sein Gesicht strahlte Milde aus und auf seinen Lippen waren Anzeichen eines Lächelns erkennbar.
Die Hand, in der sich die Hostie befand und welche zuvor regungslos war, näherte sich nun langsam meinem Mund. Ich schaute in seine Augen, öffnete den Mund und empfing die Hostie. Er sah immer noch wie Jesus aus. Dann senkte ich den Kopf und schloss die Augen, um mich ins Gebet zu versenken. Aber vor lauter Freude und Verwunderung öffnete ich sie langsam wieder. Ich wünschte mir, die Wonne des Anblickes Jesu und seine wunderbare sakramentale Gegenwart gemeinsam erfahren zu können, ohne mich dabei zu zerstreuen. Doch genau in dem Moment, als ich die Augen wieder öffnete, nahm Pater Pio unauffällig wieder seine eigene Gestalt an und ging ganz selbstverständlich und normal weiter. Niemand bemerkte etwas davon, denn niemand sprach mich darauf an. Ich sagte Pater Pio einfach nur „Danke“, worauf er seinerseits mit einem Lächeln antwortete. So endete die Begebenheit.
 
Don Pierino Galeone
 
Hl. Pater Pio: Wenn ich dann im Besitz dieses höchsten Guts bin [Empfang der Heiligen Kommunion], ist mein Glück vollkommen, und es fehlt nicht viel, dass ich zu Jesus sage: genug, ich kann es wirklich fast nicht mehr aushalten. Ich vergesse beinahe, auf der Welt zu sein; Herz und Verstand haben keine Wünsche mehr, und manchmal fehlt in mir für lange Zeit selbst der Wille, etwas anderes zu wünschen. (Briefe 1, Brief 31)
0 Kommentare

Worin besteht die Osterfreude?

16/7/2017

0 Kommentare

 
Ostern (Pascha) bedeutet „Übergang“. Für uns Christen ist es wichtig, dass wir uns für den Übergang von Satan zu Christus, von der eventuellen Gefahr der Verdammnis zur ewigen Glückseligkeit, vom Bösen zum Guten, vom Tod zum Leben, von der Sünde zur Gnade entscheiden, um die Osterfreude zu verkosten. Ohne diesen Übergang kannst du die Osterfreude nicht verkosten. Dieser Übergang muss radikal sein: du musst dein eigenes Ich, die Begierden der Welt und Satan radikal verlassen, ohne kleinere oder grössere Bindungen aufrecht zu erhalten. Leider kommt es vor, dass es Menschen gibt, die zwar Jesus nachfolgen wollen, aber in Gedanken, Blicken, Erinnerungen, Kleidung, Umgang mit Mitmenschen, Affekten und Sinnen verbunden bleiben mit den weltlichen Begierden. Man findet tausend Ausreden, um diese Bindungen zu rechtfertigen.
Wenn du dich frei machst von diesen falschen Bindungen, dann kannst du die Osterfreude verkosten. Es ist wichtig, dass du den festen Willen hast, dich selbst von lässlichen Sünden und Schwachheiten zu trennen, um ganz Christus zu gehören. Man muss es auch verstehen, sich von einigen guten Dingen zu lösen, um ganz frei zu sein für die Nachfolge Christi. Es ist die Wahrheit, die uns frei macht. Jesus sagt: „Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger. Dann werdet ihr die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch befreien“ (Joh 8,31-32). Das Wort Gottes macht uns frei, wenn wir es nicht nur hören, sondern es aufnehmen und uns von ihm durchdringen lassen. Wähle den Willen Gottes, um Gott aus freier Entscheidung gehorsam zu sein. Wer durch Gottes Hilfe von allen falschen Bindungen frei wird, der kann alles und alle mit einer viel grösseren Liebe lieben – Christus befähigt dich zur wahren Liebe, weil du alles und alle in ihm, mit ihm und für ihn liebst.
Jesus, du hast alles aufgegeben, um bei uns Menschen zu sein und uns zu erlösen: hilf mir, alle falschen Bindungen aufzugeben, um ganz bei dir zu sein.
 
Don Pierino Galeone
 
HL. Bonaventura: Wer Christus, der am Kreuz hängt, anschaut mit Glaube, Hoffnung, Liebe, Hingabe, Bewunderung und Freude, Wertschätzung, Lob und Jubel, der begeht mit ihm das Pascha, den Übergang: er durchschreitet mit dem Stab des Kreuzes das Rote Meer. Er betritt von Ägypten aus die Wüste, wo er das verborgene Manna geniesst und mit Christus im Grabe ruht. Äusserlich gleichsam gestorben, erfährt er, soweit es im Pilgerstand möglich ist, was am Kreuz dem Räuber, der Christus anhing, gesagt wurde: „Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.“

0 Kommentare
<<Zurück
Powered by Create your own unique website with customizable templates.