Katechesen Don Vincenzo Carone
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Katechesen

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Gott kennen, um das eigene Ich zu verleugnen

20/6/2017

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Im Gehorsam zum Wort Gottes erhältst du die Macht der Liebe Gottes, damit du das Ich verleugnen kannst. Es ist unmöglich, dass man das eigene Ich alleine verleugnen kann. Das Ich bist du, deine ganze Person, dein Verstand und dein Wille. Das Ich müsste also das eigene Ich verleugnen und das ist unmöglich. Um also das Ich verleugnen zu können, braucht es Gott. Wenn du darum nicht innigst mit Jesus vereint bist, um so die Grösse Gottes zu erkennen, seine Väterlichkeit, Barmherzigkeit und seine Güte, gelingt es dir nicht, dein Ich zu verleugnen. Wenn man Gott nicht kennt, ist es unmöglich, das Ich zu verleugnen. Das Ich bist du selbst und darum braucht es eine grössere Kraft, um dieses Ich zu verleugnen. Ohne diese Verleugnung kannst du Jesus nicht wahrhaft nachfolgen.
Nur wenn du durch den Gehorsam und die Nächstenliebe innigst mit Gott vereint bist, hast du auch die Fähigkeit, das Ich zu verleugnen. Da die Macht von Satan, der Welt und deinem Ich die gleiche ist, gibt dir das Ich Dinge ein, die gegen Gott sind und gegen das, was Gott sagt. Nur in Gott kannst du die Wahrheit sehen, das wahre Gut und nur in ihm erfährst du die wahre Glückseligkeit. Die Verleugnung des Ichs ist unmöglich zu verwirklichen, wenn nicht die tiefe Kenntnis des Herrn da ist, der gut ist, dich liebt und dir das schenkt, was zum ewigen Leben dient.
Wenn diese Gegenüberstellung nicht da ist, von der Liebe Gottes und der Liebe zu deinem Ich, ist deine Liebe zu Gott klein und dies führt dich zur Entmutigung. Aber wer glaubt, dem ist nichts unmöglich (vgl. Mk 9,23) und in der Kraft des Glaubens kannst du dein Ich verleugnen.
So beginnst du Jesus wirklich nachzufolgen und auf ihn, deinen Hirten, zu hören.
Don Pierino Galeone

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Bist du Diener oder Besitzer der Güter, die Gott dir anvertraut?

19/6/2017

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Gott ist der Ursprung von allen Gütern. Es ist wichtig, dass wir Menschen diese wahre Sicht auf die Güter Gottes nie verlieren: nur wer demütig ist und betet, anerkennt, dass Gott uns seine Güter anvertraut und dass wir ihm einmal Rechenschaft ablegen müssen, wie wir diese Güter gebraucht haben. Der demütige Mensch bittet Gott im Gebet um Hilfe, damit er die Güter gemäss seinem Willen gebraucht.
Wenn der Mensch die wahre Sicht auf die Güter Gottes verliert, dann denkt er, dass er der Besitzer dieser Güter ist und dass er damit machen kann, was er will. Das eigene Ich wird zum einzigen Massstab für den Gebrauch der Güter. Somit ist man nicht mehr Diener der Güter Gottes, sondern man macht sich zum Besitzer dieser Güter und denkt, dass der Verstand, der Wille, die Sinne, die materiellen Sachen, der Körper und die Sexualität mein Eigentum sind und ich damit machen kann, was ich will.
Schaue in dein Herz hinein: bist die Diener der Güter, die Gott dir anvertraut hat, oder bist du deren Besitzer? Satan ist sehr schlau, um dich zur Überzeugung zu bringen, dass du selber entscheidest, was du tun und lassen willst. Wer auf diese teuflische Stimme hört, der raubt Gott die Güter und beginnt, sie gegen den Willen Gottes zu gebrauchen. Selbst die Berufung und die damit verbundene Vollmacht kann der Mensch für eigene Interessen missbrauchen. Vielleicht zeigt man sich gegen aussen heuchlerisch als Diener der Güter Gottes, aber im Herzen will man arrogant und hochmütig deren Besitzer sein.
Ich bete und leide für euch, damit ihr wahre Diener der Güter Gottes seid.
 
Don Pierino Galeone
 

Don Pierino Galeone: Wer die Güter gegen den Willen Gottes gebraucht, beleidigt Gott und macht aus dem Gut ein Übel. Vor Gott muss er einmal Rechenschaft darüber ablegen.

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In Jesus alles finden

18/6/2017

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Wie schön ist es, wenn wir von ganzem Herzen sagen können: Jesus, du bist mein höchstes Gut, du bist meine Hoffnung, in dir finde ich alles, den Vater, den Heiligen Geist, die Muttergottes, die Rettung, die Freude, die Mitmenschen und alle Geschöpfe. Wähle Jesus, indem du ihm gehorsam bist (vgl. Joh 14,23), und so wirst du in ihm alles finden.
 
Don Pierino Galeone
 
Der Hl. Franziskus von Assisi pflegte zu sagen: „Mein Gott und mein alles!“
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Sieg des Evangeliums

17/6/2017

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Es ist sehr schwer zu kämpfen, wenn ein Soldat den Feind und dessen Plan nicht gut kennt (vgl. auch Eph 6, 10-20).​ Das Wissen darüber entsteht im Herzen des Christen lediglich, wenn er durch die Gnade in Verbindung mit Gott lebt. Die Verbindung des eigenen Willens mit dem Willen Gottes entsteht durch den demütigen Gehorsam. Gott zeigt den Feind nur dem Menschen, den er liebt und der ihn liebt. Wenn Gott im Herzen durch die Gnade des heiligen Geistes nicht sprechen kann, so macht der Mensch immer wieder die Erfahrung der Sünde. Dies geschieht, wenn der Wille mit dem eigenen Egoismus verbunden ist. Der Mensch will und kann die Stimme seines Gottes dann nicht hören. So kann er die Erfahrung des Sieges des Evangeliums über seine Schwachheiten nicht machen.

Johannes Paul II.: Wie der Evangelist Lukas bezeugt, sprach Jesus in jenem Augenblick, als die Jünger voll Freude über die bei ihrer Probemission geernteten Früchte zum Meister zurückkehrten, einen Satz aus, der zum Nachdenken anregt: ,Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen‘ (Lk 10,18). Mit diesen Worten bestätigt der Herr, dass die Verkündigung des Reiches Gottes immer einen Sieg über den Teufel darstellt, aber zugleich zeigt er auch, dass der Aufbau dieses Reiches fortwährend den Nachstellungen des Bösen Feindes ausgesetzt ist. So ist die Aufmerksamkeit darauf zu richten, sich auf den Zustand des Kampfes einzustellen. (General Audienz vom 13. August 1986)
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Der Christ soll in der Welt gemäß den Prinzipien der Liebe und des Gehorsams zum Evangelium handeln

16/6/2017

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Auf die Dauer zerstören oft die bösen Gedanken den Willen des Menschen, um immer das Gute zu wollen und daher zu lieben. Die Gedanken, die nicht gemäss dem Evangelium waren und gegen die er nicht angegangen ist, haben dann nach und nach die Kraft seines Herzens zu lieben zerstört. Durch Gedanken, Einbildungskraft und bösartige Gefühle bringt der Versucher den Menschen in große Schwierigkeiten. Die Lebensweise der Christen soll daher gegen die Strömung der Lieblosigkeit und der Ichsucht in der Welt wirken. 

Bibel: "Werdet stark durch die Kraft und Macht des Herrn! Zieht die Rüstung Gottes an, damit ihr den listigen Anschlägen des Teufels widerstehen könnt. Denn wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister des himmlischen Bereichs. Darum legt die Rüstung Gottes an, damit ihr am Tag des Unheils standhalten, alles vollbringen und den Kampf bestehen könnt. Seid also standhaft: Gürtet euch mit Wahrheit, zieht als Panzer die Gerechtigkeit an und als Schuhe die Bereitschaft, für das Evangelium vom Frieden zu kämpfen. Vor allem greift zum Schild des Glaubens! Mit ihm könnt ihr alle feurigen Geschosse des Bösen auslöschen. Nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, das ist das Wort Gottes. Hört nicht auf, zu beten und zu flehen! Betet jederzeit im Geist; seid wachsam, harrt aus und bittet für alle Heiligen, auch für mich: dass Gott mir das rechte Wort schenkt, wenn es darauf ankommt, mit Freimut das Geheimnis des Evangeliums zu verkünden, als dessen Gesandter ich im Gefängnis bin. Bittet, dass ich in seiner Kraft freimütig zu reden vermag, wie es meine Pflicht ist" (
Eph 6, 10-20).​
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Das Geschenk der Eucharistie

15/6/2017

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Jesus hat beim letzten Abendmahl die Eucharistie und das Priesteramt gemeinsam eingesetzt, weil sie zusammen gehören: das Opfer und jene, die das Opfer darbringen.
Don Pierino Galeone

Ein Engel erschien 1916 den drei Hirtenkindern von Fatima:
Der Engel erschien und hatte in der linken Hand einen Kelch, über dem eine Hostie schwebte, von der einige Blutstropfen in den Kelch fielen. Er liess den Kelch frei in der Luft schweben, kniete nieder und forderte die Kinder auf, dreimal zu beten:
„Heiligste Dreifaltigkeit, Vater, Sohn und Heiliger Geist, in tiefster Ehrfurcht bete ich Dich an und opfere Dir auf den kostbaren Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit Jesu Christi, gegenwärtig in allen Tabernakeln der Erde, zur Wiedergutmachung für alle Schmähungen, Sakrilegien und Gleichgültigkeiten, durch die Er selbst beleidigt wird. Durch die unendlichen Verdienste Seines Heiligsten Herzens und des Unbefleckten Herzens Mariens bitte ich Dich um die Bekehrung der armen Sünder.“
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Vater, ich will, dass alle, die du mir gegeben hast, dort bei mir sind, wo ich bin. Sie sollen meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast, weil du mich schon geliebt hast vor der Erschaffung der Welt (Joh 17,24)

14/6/2017

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Dieses Gebet Jesu lässt und drei Dinge erkennen: Wieviel der Sohn den Vater liebt, wieviel der Vater den Sohn liebt und wieviel der Sohn uns liebt und auch wieviel der Sohn die Liebe des Vaters für uns will. Jesus will, dass wir alle zusammen mit ihm im Paradies sind und er will, dass seine Passion, sein Tod und seine Auferstehung die Rettung für uns alle sind. Jesus bittet den Vater, dass allen die gleiche Herrlichkeit geschenkt werde, wie ihm selber. Wer kann dieses «ich will» von Jesus verstehen.
Vor seiner Passion betete er zu seinem Vater: «Aber nicht mein, sondern dein Wille soll geschehen“ (Lk 22,42). Er wollte durch diese Bitte für jeden von uns einen Platz im Himmel gewinnen. Wer kann diese Worte verstehen «ich will, dass alle, die du mir gegeben hast, dort bei mir sind, wo ich bin». Jesus weist uns darauf hin, dass der Vater für alle seit Ewigkeit her einen Platz vorbereitet hat und er ruft uns zu, dass jeder kommen und den Platz einnehmen soll.
Dieser Wille Jesu, der uns alle umfängt, will, dass wir dorthin gehen, wo er ist. Jesus hat zum Vater dafür gebetet, damit jene, die auf sein Wort hören und ihm gehorchen, sich retten können, denn „nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt“ (Mt 7,21).
Blicken wir auf diese immense Liebe Jesu, der zum himmlischen Vater spricht: - «Ich will» -, was für ein göttlicher Wille, was für eine grosse Liebe, dass er will, dass wir dort sind wo er ist. Diese Bitte Jesu zum Vater lässt uns vieles sehen: die Liebe zu uns, die Liebe zum Vater, eine Liebe einer unendlichen Dimension, denn er will uns auf ewig bei sich haben, «dass alle dort bei mir sind, wo ich bin».
Das «ich will» von Jesus muss uns betroffen machen, denn der Wille ist die Fähigkeit der Liebe und dieses «ich will» des Sohnes zum Vater zeigt uns die grosse Liebe zu uns und das kindliche Vertrauen in seinen Vater. Es gibt kaum eine andere Stelle im Evangelium, wo sich der Sohn mit einem «ich will» an seinen Vater richtet.
Diese Gebet Jesu lässt uns aus Liebe erzittern, es ist wie ein Getriebe der Liebe und man spürt den Ofen der Liebe, der aus Liebe zum Vater und zu uns brennt.
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Der Hochmut und die Eitelkeit

13/6/2017

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Die Eitelkeit geht aus dem Hochmut hervor. Eitel ist jener, der in seinem Hochmut sein eigenes Ich wie ein Gott „anbetet“. Der hochmütige und eitle Mensch sucht all das, was das eigene Ich nährt: die irdischen Sachen, die weltlichen Begierden. In diesem Zustand wird der Mensch blind für das Übernatürliche.
Don Pierino Galeone
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Hl. Margareta Maria Alacoque: Margareta hatte einen schweren Kampf zu bestehen. Eine Zeit lang gab sie den Verlockungen der Welt nach und zog schöne Kleider an, um zu gefallen. Eines Abends legte sie ihr Festgewand ab. Da stand Jesus vor ihr, misshandelt und blutend wie bei der Geisselung und sagte: „Sieh her, was deine Eitelkeit mir angetan hat. Du verlierst die kostbare Zeit, über die du in der Todesstunde Rechenschaft geben musst. Mir wirst du untreu! Mich verfolgst du, nachdem ich dir so deutliche Beweise meiner Liebe gegeben und dich mir gleichförmig machen wollte.“
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Der Dreifaltige Gott befähigt uns, in Gemeinschaft mit den Mitmenschen zu leben

12/6/2017

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Im zweiten Korintherbrief steht: „Die Gnade Jesu Christi, des Herrn, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!“ (2 Kor 13,13). Der Hl. Paulus spricht hier vom Dreifaltigen Gott: Der Sohn ist Gnade, der Vater ist Liebe und der Heilige Geist ist Gemeinschaft: der Vater und der Sohn sind durch den Heiligen Geist in Gemeinschaft.
Wenn wir als Kinder des Vaters leben und Jesus unser Bruder ist, dann können wir mit der Hilfe des Heiligen Geistes in Gemeinschaft mit unseren Mitmenschen leben: Jesus ist die Gnade, die uns zur Gemeinschaft befähigt. Gnade bedeutet „Geschenk“. Jesus hat unsere Sünden auf sich genommen und uns das göttliche Leben geschenkt. Dieses Geschenk des göttlichen Lebens wird uns durch den Heiligen Geist gegeben, damit wir Kinder des Vaters und Brüder und Schwestern untereinander sein können.
Satan will diese Gemeinschaft, die wir mit Gott dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist haben, zerstören. Er versucht mit aller Kraft, dass wir uns vom Wort Gottes trennen, indem wir dem Wort Gottes nicht gehorchen. Wenn man dem Wort Gottes nicht gehorcht, dann kann man nicht in Gemeinschaft mit dem Vater, dem Sohn und den Mitmenschen leben. Wenn wir nicht auf das Wort Gottes hören, dann hören wir auf die Stimme des eignen Ichs. Da unser Ich durch die Erbsünde mit dem Hochmut verbunden ist, kann es sich Gott nicht unterwerfen und den Mitmenschen nicht dienen. Wer auf das eigenen Ich hört, der lebt nur für sein eignes Ich, indem er den Begierden der Augen, des Fleisches und des Stolzes folgt. So zerstört der Satan unsere Gemeinschaft mit Gott und mit den Mitmenschen.
Das „Vater Unser Gebet“ lädt uns ein, uns dem Vater im Himmel zuzuwenden und ihm zu dienen (dein Wille geschehe). Am Ende des „Vater Unsers“ beten wir: Führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Wir müssen Gott um seine Hilfe bitten, damit wir uns nicht dem falschen Vater zuwenden, dem Satan, dem Vater der Lüge, indem wir auf seine Stimme hören. Wenn die Menschen auf Satan hören, dann werden sie gegenüber den Mitmenschen wie Wölfe.
Durch den Gehorsam zum Wort Gottes wohnt der Dreifaltige Gott in uns. Jesus erklärt das mit den Worten: „Wenn jemand mich liebt, wird er an meinem Wort festhalten; mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen“ (Joh 14,23). Wenn der Dreifaltige Gott in uns wohnt, dann haben wir auch die Kraft, in Gemeinschaft mit allen Menschen zu leben.
 
Don Pierino Galeone
 
Katechismus der Katholischen Kirche: Schon jetzt sind wir berufen, eine Wohnstätte der heiligen Dreifaltigkeit zu sein. Der Herr sagt: „Wenn jemand mich liebt, wird er an meinem Wort festhalten; mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen“ (Joh 14,23). (Nr. 260)
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In Verbundenheit mit dem Dreifaltigen Gott leben

11/6/2017

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Wir sollen heilig sein wie unser Vater im Himmel heilig ist: „Seid heilig, denn ich, der Herr, euer Gott, bin heilig“ (Lev 19,1-2). Wir sind in dem Mass heilig, wie wir uns dem Wort Gottes gleichförmig machen. Jesus sagte zu seinem Vater: „Vater, nicht mein, sondern dein Wille soll geschehen“ (Lk 22,42). Im Vater ist der Ursprung der Liebe. Es ist die Natur der Liebe, sich zu schenken. So schenkt sich der Vater ganz dem Sohn im Heiligen Geist. Diese Liebe des Vaters soll uns prägen, damit wir uns Gott und den Mitmenschen schenken können.
Mit Jesus sind wir verbunden, wenn wir mit ihm zusammen gehorsam sind zum Vater und unsere Mitmenschen lieben. Im Philipperbrief wird beschrieben, wie der Gehorsam für Jesus wesentlich war: „Er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz“ (Phil 2,8). So sollen auch wir dem Vater gehorsam sein, auch dann, wenn er von uns ein Leiden oder ein Verzicht verlangt. Wie Jesus am Kreuz die Sünden der Menschen auf sich genommen hat und allen die Verzeihung erwarb, so sollen auch wir das Böse mit dem Guten erwidern und unser Gebet und unser Leiden Gott für die Bekehrung der Sünder aufopfern.
Der Heilige Geist war es, der Jesus im Schoss der Muttergottes hervorgebracht hat. Durch das Wirken des Heiligen Geistes werden auch wir neu geboren im Schoss der Mutter Kirche. Der Heilige Geist schenkt uns das Leben als Kinder Gottes, als Glieder der Kirche und als Erben des Himmels. Der Heilige Geist ist wie die Seele der Kirche. Er erzieht uns in der Heiligkeit und begleitet uns auf dieser irdischen Pilgerreise. Als Christen müssen wir eine tiefe Beziehung zum Heiligen Geist haben, indem wir uns von seiner Wahrheit und seiner Liebe inspirieren lassen: „Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen“ (Joh 16,13).
 
Don Pierino Galeone
 
Hl. Athanasius: Wenn der Geist in uns ist, so ist auch das Wort, von dem wir ihn empfangen, in uns, und im Wort ist auch der Vater. Und so erfüllt sich in uns das Wort: Wir werden kommen – ich und der Vater – und bei ihm wohnen (Joh 14, 23).  Wo nämlich das Licht ist, da ist auch sein Glanz; wo der Glanz ist, da ist auch sein Wirken und seine strahlende Gnade.
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Die Ausdauer

10/6/2017

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Die Ausdauer entsteht aus der Treue in der Liebe. Jesus sagt: „Viele sind gerufen, aber wenige sind auserwählt“ (Mt 22,14). Der Mensch soll in die Gedanken des Feindes der Treue zu Gott hineingehen, wenn er ihn besiegen will. Die Gewissheit über die Kraft und die Methode des Feindes entsteht durch die Hilfe des Gebetes und der Wachsamkeit und nicht aus der eigenen Erfahrung der Sünde. Die eigene Erfahrung des Bösen, gibt dem Menschen offensichtlich eine Niederlage im Kampf für Gott. Das Wesentliche im geistlichen Leben wird dann erreicht, wenn der Mensch die Wurzeln des Bösen aus dem eigenen Herzen entfernen will. Die Wurzeln für das Böse sind die schlechten Gedanken des Herzens. Der Mensch kann keine Ausdauer in diesem Kampf haben, wenn er nicht durch das Gebet und die Wachsamkeit gegen alles vorgeht, was seinen guten Willen zerstören kann.
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Vom himmlischen Vater zum Vater Abraham in Maria

9/6/2017

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In Maria geschah, was Gott Vater sagte: "Feindschaft setze ich zwischen dich und die Frau, zwischen deinen Nachwuchs und ihren Nachwuchs" (Gen 3,15). Gott hat Abraham eine Nachkommenschaft verheissen (vgl. Gen 22,17). Christus wurde Mensch in Maria. Alles, was Abraham verheissen war, hat sich durch Christus verwirklicht, der in Maria die Nachkommenschaft, die Kirche, gegründet hat. Die Muttergottes wird deshalb selig genannt. Das Magnifikat der Muttergottes soll durch unser Magnifikat weitergeführt werden. Wir gehören zur Nachkommenschaft Mariens, wenn wir an das Wort Gottes glauben und es befolgen. Unsere Zugehörigkeit zur Nachkommenschaft Mariens wird durch ein gutes Leben konkret.
 
KKK:
Zahlreiche Kirchenväter und Kirchenlehrer nennen die Mutter Jesu die neue Eva, die als solche im „Protoevangelium“ (vgl. Gen 3,15)  angekündigt wurde (vgl. KKK 411).

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Das Joch, das nicht drückt

8/6/2017

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Wenn man die tägliche Last nicht ertragen kann, dann hat das damit zu tun, dass man sie nicht annehmen will. Jesus sagt, dass die tägliche Last leichter wird, wenn wir sie annehmen: „Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht und meine Last ist leicht“ (Mt 11,29-30). Jesus und die Heiligen haben nie gesagt, dass der Weg des Evangeliums ein einfacher und bequemer Weg ist, sondern dass dieser Weg mit dem Verzicht und dem Kreuz verbunden ist. Jesus sagt: „Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach“ (Lk 9,23). Es ist Satan, der die Last des Evangeliums unerträglich macht, indem er uns zu überzeugen versucht, dass der Weg des Evangeliums nicht der rechte Weg ist, sondern dass nur der Weg der weltlichen Begierden uns glücklich machen kann. Viele Menschen werden durch diese teuflische Überzeugung zu Rebellen, die sich gegen alles auflehnen, was mit dem Verzicht und dem täglichen Kreuz verbunden ist.
Die tägliche Last wird schwer, wenn wir sie alleine tragen. Viele Menschen leiden unter der täglichen Last, weil sie nicht in Verbundenheit mit Gott leben. Es fehlt das Gebet, die Betrachtung, die Demut, die Wachsamkeit und das Meiden der Gelegenheit der Sünde. Die vielen Gedanken über die tägliche Last werden unerträglich. Wenn der Mensch alles mit seinem eignen Ich lösen will, dann wird die tägliche Last unerträglich.
Nur wer eine grosse Liebe zu Jesus hat, der nimmt bei ihm Zuflucht und trägt mit ihm das „Joch“ der täglichen Last. Für die Heiligen war es eine Freude, mit Jesus das tägliche Kreuz zu tragen. Sie haben die Seligpreisungen verstanden, in denen Jesus jene selig preist, die die tägliche Last aus Liebe zu Gott annehmen (vgl. Mt 5,3-12). Vertraue auf Jesus, der sagt: „Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen“ (Joh 15,5). Wenn jemand alles aus Liebe zu Jesus annimmt, dann bringt er so viele schöne Früchte hervor: der Gehorsam, die Geduld, die Vergebung, die Barmherzigkeit, die Güte, die Treue und die Beständigkeit.
 
Don Pierino Galeone
 
Hl. Bonifatius: Lasst uns auf Jesus vertrauen, der uns die Last aufgelegt hat. Was wir aus eigener Kraft nicht tragen können, das wollen wir tragen durch ihn. Er ist allmächtig und spricht: „Mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht“ (Mt 11,30).
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Die Sendung der Frau

7/6/2017

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In Wirklichkeit gibt es im übertragenen Sinn drei Frauen: die erste Frau Eva, die Muttergottes und dann die Kirche, die Braut Christi, die Frau par excellence. Adam bat den Herrn um eine Hilfe und Gott schuf die Frau. Adam und Eva waren dem Gebot des Herrn ungehorsam gewesen. Durch diese erste Sünde kam die Unordnung in die Welt und in die Familie.
Blicken wir auf Maria, sie, die wirklich eine Hilfe für Jesus war. Sie hat in Fülle am ganzen Geheimnis der Erlösung ihres Sohnes teilgenommen und wer mehr als Maria hat Jesus in diesem Geheimnis Trost geschenkt? Die Erlösung, die von Jesus erfüllt wurde und der sich die Schmerzensmutter angeschlossen hat, hat einen besonderen Widerschein in uns gefunden, den Kindern Gottes und Kinder Mariens. Die Muttergottes will den Frieden unter uns, sie möchte den Frieden bringen zwischen Himmel und Erde; sie will den Frieden in unseren Herzen, den Frieden in den Familien.
Dann die weitere Frau; die Kirche, welche von Jesus eingesetzt wurde, die Heilssendung fortzuführen. Die Kirche ist wie eine Mutter, eine Braut, die Tag für Tag diese Kinder für die Familie Gottes hervorbringt, die so Kinder Gottes und Kinder Mariens werden. Der himmlische Vater aber hat die Frau als erstes Geschöpf vor Satan hingestellt. Die Frau wurde so berufen, in der universalen Geschichte die Verführungen von Satan zu bekämpfen: „Feindschaft setze ich zwischen dich und die Frau, zwischen deinen Nachwuchs und ihren Nachwuchs. Sie wird dir den Kopf zertreten“  (1 Mos 3,15). Welch grosse Sendung! Aber um den Kopf der höllischen Schlange zu zertreten, ist es nötig, dass sie die Feindin der Schlange ist, denn durch die Gnade ist man Freund Gottes, durch die Sünde ist man Freund Satans. Die Frau muss somit erneut ihre Rolle erlangen, Mitarbeiterin mit Jesus und seiner Sendung zu sein. Mitarbeiterin mit Jesus, zusammen mit der Muttergottes und der Kirche in diesem Dienst der Erlösung der Seelen indem sie dem Mann und der kommenden Generation hilft, wirklich gemäss Gott zu sein.
Durch diese grosse Sendung, eine Hilfe für Jesus, Maria und die Kirche zu sein, werdet ihr sicher vielen helfen, zurückzukehren, Kinder Gottes und Erben des Himmels zu sein und einst mit euch die Freuden des Paradieses zu verkosten.
Don Pierino Galeone
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Die Selbstbeherrschung

6/6/2017

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Es gibt Menschen, die eine grosse Schnelligkeit haben, um auf die Stimme des Verstandes, der Psyche und der Sexualität zu hören. Wenn diese Schnelligkeit da ist, dann ist sie der Demut, dem Gehorsam und dem rechten Urteilen immer voraus und man handelt nicht gemäss dem Willen Gottes. Es braucht die Selbstbeherrschung, um auf die Stimme Gottes zu hören.
Die Selbstbeherrschung hat ihre Wurzeln in der Kardinaltugend der Mässigung, die uns dazu führt, alles gemäss dem Willen Gottes zu gebrauchen. Die Selbstbeherrschung, Frucht des Heiligen Geistes, schenkt nicht nur die Geduld, dem Bösen zu widerstehen, sondern gibt auch die Kraft, nicht müde zu werden, die guten Werke zu tun, zu beten, um immer barmherzig zu sein und stets bereit zu sein, den Willen Gottes zu tun. 
 
Don Pierino Galeone
 
Hl. Pater Pio: Schauen wir nun, was die Seele tun muss, damit der Heilige Geist beständig in ihr leben kann. Es geht um die Abtötung des Fleisches mit seinen Lastern und Begierden und um das Sich vor dem eignen Geist Hüten. (Epistolario II, Brief 29)
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Die Früchte des Heiligen Geistes

5/6/2017

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Der Heilige Geist möchte in unserem Leben Früchte hervorbringen. Im Galaterbrief werden folgende Früchte des Heiligen Geistes aufgezählt: „Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung“ (Gal 5,22-23). Da der Heilige Geist der Geist von Christus ist, ist es wichtig, mit ihm verbunden zu sein. Jesus sagt: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen“ (Joh 15,5). Diese Verbundenheit soll beständig sein, denn so kann der Heilige Geist in unserem Leben wirksam werden. Wenn du durch den Gehorsam mit Christus verbunden bist, dann wirst du im rechten Moment die richtige Frucht hervorbringen: im rechten Moment barmherzig sein, im rechten Moment den Frieden und die Freude bringen, im geeigneten Moment ein Zeugnis der Nächstenliebe geben, in den schwierigen Momenten die Selbstbeherrschung bewahren usw.  Es ist die Demut, die uns hilft, alles in unserem Leben gemäss dem Willen Gottes zu ordnen.
 
Don Pierino Galeone
 
Bibel: Gesegnet der Mann, der auf den Herrn sich verlässt und dessen Hoffnung der Herr ist. Er ist wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und am Bach seine Wurzeln ausstreckt: Er hat nichts zu fürchten, wenn Hitze kommt; seine Blätter bleiben grün; auch in einem trockenen Jahr ist er ohne Sorge, unablässig bringt er seine Früchte (Jer 17,7-8).
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Die Erneuerung durch den Heiligen Geist

4/6/2017

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Weil Adam und Eva gesündigt haben, wurden sie aus dem Paradies verbannt. Gott Vater aber will durch seinen Sohn und den Heiligen Geist alles erneuern:
  • Er sendet uns seinen Sohn.
  • Er erlöst uns von den Sünden durch die Vergebung des Heiligen Geistes.
  • Er schenkt uns ein neues Leben.
  • Er gibt uns das Mittel des Glaubens, durch den wir uns mit Jesus, mit der Rettung und mit dem göttlichen Leben verbinden können.
Der Dreifaltige Gott sehnt sich danach, die Schöpfung zu erneuern. Der auferstandene Christus hat den Heiligen Geist über die Kirche ausgegossen, um alles zu erneuern. Wir sollen nie den Mut verlieren, um das geistliche Leben von neuem zu beginnen. Der Heilige Geist ist uns geschenkt, um uns von den Sünden zu befreien und in uns das göttliche Leben hervor zu bringen. Der Heilige Geist erneuert das Antlitz der Erde durch die Barmherzigkeit Gottes. Unser Glaube ist nötig, um uns mit der Erneuerung zu verbinden, die der Dreifaltige Gott in uns bewirken will.
 
Don Pierino Galeone
 
Papst Franziskus: Der auferstandene Jesus sagt, als er zum ersten Mal den Seinen erscheint:  „Empfangt den Heiligen Geist! Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen“ (Joh 20,22f). Jesus verurteilt die Seinen nicht, die ihn während seiner Passion verlassen und verleugnet hatten, sondern er gibt ihnen den Geist der Vergebung. Der Geist ist die erste Gabe des Auferstandenen und wird vor allem gegeben, um die Sünden zu vergeben. Hier ist der Beginn der Kirche, hier das Bindemittel, das uns zusammenhält, der Zement, der die Bausteine des Hauses vereint: die Vergebung [...] Bitten wir um die Gnade, das Angesicht unserer Mutter Kirche immer schöner zu machen, indem wir uns dank der Vergebung erneuern und uns selbst bessern. (4. Juni 2017)

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Der Heilige Geist treibt uns zum Heil an, damit wir an Gott glauben

3/6/2017

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Danken wir dem Vater im Himmel, dass er uns Jesus gesandt hat, danken wir dem Sohn, dass er uns gerettet hat, danken wir dem Heiligen Geist, dass er uns die Gaben Gottes schenkt. Der Vater sendet, der Sohn rettet, der Heilige Geist nährt die Kirche durch die Gaben des Wortes Gottes und die Sakramente. Der Heilige Geist treibt uns zum Heil an, damit wir an Gott glauben. Der Heilige Geist versucht allen das zu geben, was sie brauchen, damit sie das Heil erlangen. Wir sollen mit dem Heiligen Geist und mit Jesus mitwirken, indem wir seinen Willen annehmen und unser Kreuz auf uns nehmen. So wirken wir mit dem Heiligen Geist mit und helfen den Menschen, dass sie das Wort Gottes annehmen und die Sakramente empfangen.
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Der Glaube rettet durch den Gehorsam

2/6/2017

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Der Satan versucht uns stets zuerst durch die Dinge der Welt. Aber der Herr ist immer aufmerksam, damit die Christen die Hoffnung nicht verlieren und versucht ihre Seelen zu erleuchten. Viele fühlen diese Präsenz des Herrn und ändern ihr Leben, bleiben aber leider oft von der Welt eingenommen. Satan versucht zu spalten – den Vater von der Mutter, die Familien untereinander, die Oberen von den Untergebenen. Er greift vor allem den Gehorsam gegenüber den Oberen und die Liebe untereinander an. Er provoziert durch den Ungehorsam, die Unordnung und den Mangel an Nächstenliebe, und es wird alles durch den Ungehorsam zerstört.
Der Gehorsam hingegen schenkt uns die Liebe, den Geist und das Leben Gottes. Wir müssen zum Gehorsam zurückkehren – er schenkt uns auch die Kraft, mit jenen zusammen zu leben, die schwach sind. Der Geist Gottes legt in das Herz die Barmherzigkeit und macht feinfühlig; so wie der Herr gegenüber eines jeden von uns barmherzig ist, so wollen auch wir gegenüber allen barmherzig sein. Man ist dann auch bereit, den Stolz zu beseitigen, durch welchen man über die anderen urteilt. Die Auferstehung jeder Familie kann nur durch die Rückkehr zum Gehorsam kommen – sonst kann man den Heiligen Geist, den man in der Taufe, der Firmung und besonders durch die Gabe der Berufung empfangen hat, nicht wirken lassen.
Durch den Gehorsam hat Jesus die Welt wiederhergestellt. Der Gehorsam ist die Verleugnung des Ichs – du musst den Verzicht auf dich nehmen, um dich vor dem Willen Gottes zu beugen, denn in dir ist die Erbsünde. Der Ungehorsam ist nicht nur die Zerstörung der Person, aber der Ungehorsam ist auch ansteckend. Wenn man ungehorsam ist, ist die Folge, dass man gleichgültig wird und der Geist Gottes kann nicht wirken, da die Verhärtung da ist. Man ist gleichgültig gegenüber den Oberen und gegenüber dem, was die Mitmenschen, die Brüder und Schwestern sagen. Das schlimmste des Ungehorsams ist die Gleichgültigkeit gegenüber dem Guten, das man tun soll und dem Bösen, das man meiden soll. Oft ist man gleichgültig, was in den Familien geschieht – wo ist der Glaube, die Hoffnung und die Liebe? Wir müssen wie Abraham immer Glauben haben und Hoffnung gegen jede Hoffnung haben.
Wir müssen erneut die Verantwortung des Gehorsams für das Heil unserer natürlichen und geistlichen Familien auf uns nehmen. Die Bekehrung ist sonst nicht möglich – verlieren wir nie die Hoffnung – Jesus hat über alle Sünden und Schwachheiten gesiegt. Treten wir in das Geheimnis des Gehorsams ein. Es ist die Verwirklichung des Glaubens, der rettet.
Don Pierino Galeone

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Die Eucharistie befähigt uns zum Gehorsam und zur Nächstenliebe

1/6/2017

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In der Eucharistiefeier wird das Kreuzesopfer von Jesus gegenwärtig: er gibt sein Leben am Kreuz aus Gehorsam zum Vater und aus Liebe zu uns Menschen hin. Wenn wir die heilige Kommunion in rechter Weise empfangen, dann gibt uns Jesus eine tiefe Liebe, um dem Vater im Himmel gehorsam zu sein und unseren Mitmenschen barmherzig zu begegnen, so wie er es am Kreuz getan hat - der Gehorsam macht uns zusammen mit dem Sohn Gottes zu Kindern Gottes, die Nächstenliebe macht uns zu Brüdern und Schwestern untereinander. Bist du in dieses grosse Geheimnis der Eucharistie eingetreten? Es ist wichtig, dass wir die heilige Kommunion gut empfangen, um durch den Gehorsam teilzuhaben am Opfer Christi und um unseren Mitmenschen in der Nächstenliebe zu begegnen, indem wir Tag für Tag unser Leben für sie hingeben durch das Vollbringen der guten Werke. Durch die Nahrung der Eucharistie schenkt uns Jesus die Liebe zu seinem Wort und somit zum Gehorsam gegenüber seinem Wort. Jesus gibt uns die Liebe zu ihm, zu seinem Leben und zu seinem Geist: diese Liebe zeigt sich in der Nächstenliebe. Jesus wird uns in der Eucharistie geschenkt, damit wir fähig werden, Gott durch unser Leben die Ehre zu geben. Die Eucharistie besteht aus Brot und Wein: das Brot wird aus vielen Körnern hergestellt, der Wein aus vielen Trauben. Es ist ein Sinnbild für die Kirche, die Einheit der Menschen, die in der Liebe zu Gott und untereinander durch das Wirken des Heiligen Geistes eins sind.
Don Pierino Galeone
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Hl. Faustina Kowalska: Bei jeder Morgenbetrachtung bereite ich mich zum Kampf für den ganzen Tag vor und die hl. Kommunion ist meine Gewissheit, dass ich siegen werde und so geschieht es. Angst befällt mich vor dem Tag, an dem ich keine hl. Kommunion habe. Dieses Brot der Starken gibt mir alle Kraft, das Werk zu führen und den Mut, alles zu tun, was der Herr verlangt. Mut und Stärke in mir sind nicht mein, sondern gehören Dem, der in mir wohnt – durch die Eucharistie. (Tagebuch 91)

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Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden

31/5/2017

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Es ist gefährlich über den Nächsten schlecht zu denken und über ihn zu urteilen, denn dies ist ein Akt des Hochmuts. Es ist ein Urteilen über den Nächsten, über das, was er getan hat und über seine Absichten. Wir können nie in den Verstand und den Willen des Nächsten eintreten und erkennen, warum er etwas gemacht hat. Wir können zwar objektiv über eine Tatsache urteilen, aber es ist ein Urteilen über die Nächsten, wenn wir über ihre Absichten und über ihren Willen urteilen. Es kann sein, dass eine Person etwas getan hat, sich aber der Tat nicht bewusst ist oder es fehlt ihr die rechte Erkenntnis, dass sie schlecht gehandelt hat. Die Person kann vor Gott auch entschuldigt sein. Es ist ein Akt des Stolzes über die Absichten der Nächsten zu urteilen. Wie kann man sich sicher sein, was für eine Absicht der Nächste hatte, ob er aus freiem Willen gehandelt hat und ob er in vollem Bewusstsein gehandelt hat?
Es ist immer gefährlich über den Nächsten zu urteilen.
Man ist stolz, wenn man sich durch das Urteilen über den Nächsten erhebt, vielleicht gerade in Bezug auf den Punkt, wo man selber schwächer ist als er. Es ist aber auch ein Mangel an Nächstenliebe über etwas zu urteilen, was der Betreffende vielleicht nicht in vollem Bewusstsein getan hat. Wir müssen uns vor dem Urteilen sehr in Acht nehmen, da auch die Heilige Schrift sagt, dass das Gericht bereits dann über uns beginnt, wenn wir urteilen. "Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden. Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden" (Lk 6, 37). Wenn wir also über den Nächsten urteilen und ihn so richten, fallen wir unter das Gericht Gottes. Wenn man über den Nächsten urteilt, ist es nicht nur ein Mangel an Nächstenliebe, sondern es ist auch Ungehorsam gegenüber dem Gebot Gottes "nicht zu urteilen". Wenn wir Schwachheiten beim Nächsten sehen, sollen wir beten, damit er sich bessert, anstatt über ihn zu urteilen. Auch sollen wir immer Barmherzigkeit üben und darum bitten, damit sich der Nächste sofort wieder erhebe und mit Demut und reuevollem Herz vom Herrn die Vergebung empfange und sich so wieder mit Gott und seinen Nächsten versöhne. Bitten wir stets Gott um diese Hilfe für unsere Nächsten, damit sie sich mit IHM und ihren Mitmenschen versöhnen.
Don Pierino Galeone
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Der Respekt

30/5/2017

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Der Respekt entspringt aus der Gerechtigkeit, jedem das zu geben, was ihm zusteht. Wenn man ungerecht und respektlos ist, dann kann man weder Gott noch die Mitmenschen lieben. Wenn man die Vorgesetzten respektlos kritisiert, dann zeigt man dadurch, dass man auch Gott verachtet, der die Vorgesetzten einsetzt: Papst, Bischof, Eltern usw. Es braucht das Gebet und eine wahre Bekehrung, um sich mit den Mitmenschen zu versöhnen, denen man respektlos begegnet ist. Wenn man gerecht ist, dann begegnet man den Mitmenschen in Liebe, denn sie sind Kinder Gottes. Jesus sagt: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,40). Die Respektlosigkeit ist ein Mangel an wahrer Liebe.
Don Pierino Galeone
Papst Franziskus: Die Kraft des Evangeliums wird bezeugt von der in der Gemeinschaft gelebten Brüderlichkeit, die aus Annahmebereitschaft, Respekt, gegenseitiger Hilfe, Verständnis, Freundlichkeit, Vergebung und Freude besteht. (31. März 2014)

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Das Feuer der Liebe

29/5/2017

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Lasst in euren Herzen die Liebe Gottes entflammen. Schaut, dass diese Flamme nie mehr auslischt: lasst sie durch eure guten Werke immer stärker werden. Lasst in euch die Liebe zu Gott und zu den Mitmenschen aufflammen. Vertraut Gott alles an, was ihr tut, und er wird euch in allen Schwierigkeiten beistehen. Schaut, dass eure Absichten und Wünsche rein sind und lasst euch nicht mehr durch die weltlichen Begierden in die Irre führen. Seid stark in der Liebe, denn nur so könnt ihr Bestand haben. Jesus sagt: „Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!“ (Lk 12,49). Mögen die Tränen der Muttergottes wie „Benzintropfen“ sein, welche in euch die Liebe zu Gott aufflammen lassen.
Entfernt aus eurem Leben all das, was die Liebe zerstört. Hört auf Christus und nicht auf die Welt. Hört auf, heuchlerisch so zu tun, als ob ihr gute Christen seid, aber im Herzen noch verbunden seid mit der Bosheit der Sünde. Möge das Blut von Christus euch reinigen und stärken, um wahrhafte Zeugen seiner Liebe zu sein.
 
Don Pierino Galeone
 
Hl. Pater Pio: Ich wünsche nichts weiter als zu sterben oder Gott zu lieben: Entweder den Tod oder die Liebe, denn ein Leben ohne diese Liebe ist schlimmer als der Tod.
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Die Müdigkeit

28/5/2017

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Der Mensch kann sich körperlich ermüden, aber auch geistig. Der Mensch ermüdet sich geistig, wenn er zu viel herumstudiert und sich tausend Fragen stellt: Warum genau ich? Wieso genau diese Schwierigkeiten? Warum nicht die anderen? Auch falsche Zuneigungen können dich ermüden, indem du zu viel Zeit verlierst mit Sachen, zu denen du eine übertriebene Anhänglichkeit hast, zum Beispiel das Internet, das Fernsehen und alle lasterhaften Anhänglichkeiten zu den Begierden der Welt. Viele Menschen werden in dieser geistigen Müdigkeit nervös und lustlos. Sie sagen, dass sie müde sind, sich schlecht fühlen und keine Kraft mehr haben für ihre Pflichten. Allerdings haben diese Menschen dann plötzlich wieder sehr viel Motivation, wenn es darum geht, etwas zu tun, was ihnen das eigene Ich vorschlägt. Ein treffendes Beispiel dafür sind Jugendliche, welche die ganze Nacht hindurch tanzen und Feste feiern: dazu sind sie nicht zu müde, aber wenn sie dann ihre Pflichten gegenüber Gott und den Mitmenschen tun sollten, dann sind sie sofort müde und unmotiviert.
Wenn jemand alles aus Liebe zu Gott tut, dann lässt er sich nicht von der Müdigkeit abhalten, den Willen Gottes zu tun. Pater Pio sagte mir, dass wenn man am Abend trotz der Müdigkeit betet, diese Anstrengung für Gott sehr wertvoll ist, denn wo die Anstrengung grösser ist, dort ist auch die Liebe grösser.
 
Don Pierino Galeone
 
Don Pierino Galeone: Im Himmel werden die Engel und die Heiligen nie müde, glücklich zu sein; die Dämonen werden nie müde, uns von der Hölle aus zum Bösen zu verführen; auf der Erde werden die schlechten Menschen nie müde, sich an der Welt zu freuen; und du, warum hast du Angst, müde zu werden, das Gute zu tun?
 
Don Pierino Galeone: Wie viele Male hast du gesagt, dass du müde bist, aber du hattest dich sehr abgemüht, das zu tun, was dir gefällt und nicht das, was du tun solltest?

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Das Wort Gottes und nicht Worte, Worte, Worte II./II.

27/5/2017

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Wer sich daran gewöhnt hat, harte Worte zu gebrauchen, ist sich dessen irgendwann nicht mehr bewusst. Das Heilmittel ist hier immer die Liebe zu Jesus. Durch sie kann man seine mangelnde Nächstenliebe erkennen und umkehren. Wenn die Liebe zu Jesus da ist, dann vergibst du immer, auch jenen, die sehr harte Worte gegen dich gebrauchen. Bitte auch die Muttergottes dir dabei zu helfen. Wenn jemand gut zu sprechen weiss, liebenswürdig ist, dann stiftet er Gemeinschaft, denn die Liebe trennt nie, sondern eint.
 
Auf das Böse sollst du mit dem Guten antworten. Die Beherrschung des Wortes ist sehr schwierig, da die ganze Person miteinbezogen ist, nicht nur der Mund. Beten wir immer zum himmlischen Vater, damit wir wirklich vergeben können. Versuchen wir immer sehr weise zu sein und gute Worte zu gebrauchen.

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